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Mutter verkaufte kleine Maria für 500 Euro

Die leibliche Mutter des kleinen blonden Mädchens namens Maria, das griechische Ermittler am Mittwoch in einer Roma-Siedlung entdeckten, soll eine Frau aus Bulgarien sein. Sie habe das Kind für 500 Euro verkauft, berichteten Medien in Griechenland und Bulgarien. Den Informationen zufolge soll sich die Frau in Athen aufhalten.

Unterdessen wurde bekannt, dass das kleine Mädchen mindestens fünf bis sechs Jahre alt ist, statt wie bisher vermutet nur vier. Das ergaben zahnärztliche Untersuchungen, wie Behörden am Montag mitteilten. Das Ehepaar, bei dem Maria entdeckt wurde und das seit zwei Jahren getrennt leben soll, sagte am Montag in der Stadt Larissa vor dem Haftrichter aus. Die Polizei hat jetzt Fotos von dem Paar veröffentlicht.

Leibliche Eltern in Griechenland
Die 40-Jährige und der 39-Jährige behaupteten dabei laut Medienberichten, ein Paar aus Bulgarien habe ihnen das Kind anvertraut, weil es das Mädchen nicht großziehen konnte. Der Mann soll den Behörden angeboten haben, bei der Suche nach den leiblichen Eltern zu helfen. Sie leben demnach angeblich noch in Griechenland.

Der Vorsitzende der Roma-Gemeinde, in der Maria lebte, bestätigte die Angaben: Im Radio sagte Babis Dimitriou, das Kind stamme von einem bulgarischen Roma-Paar, das schon fünf Kinder gehabt habe. Das Paar habe in der Siedlung gelebt und sei nun weg.

Organisierter Kinderhandel?
Die griechische Polizei forscht unterdessen weiter nach Hinweisen auf organisierten Kinderhandel. Zur Ermittlung der biologischen Eltern der Kleinen wurden Gen-Proben in ausländische Labors geschickt.

Wie der Rundfunksender Skai am Montag meldete, ging bei den griechischen Behörden genetisches Material aus mindestens acht europäischen Ländern ein. Es stamme von Paaren, die hofften, dass Maria ihr vermisstes Kind sein könnte. Auch ein Paar aus Thessaloniki, dessen Neugeborenes 2009 unter mysteriösen Umständen verschwunden war, bat um eine DNA-Untersuchung.

Maria wurde am Donnerstag bei einer Polizeikontrolle in einer Roma-Siedlung in der mittelgriechischen Stadt Farsala entdeckt. Den Beamten war das blonde Kind mit grünen Augen aufgefallen, weil es keinerlei Ähnlichkeit mit den übrigen angeblichen Familienmitgliedern hatte. Das Mädchen wurde einer Kinderhilfsorganisation übergeben.
 

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