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Nur jeder 50. Flüchtling findet einen Job

Schockprognose

Nur jeder 50. Flüchtling findet einen Job

2,7 Millionen Menschen sollen bis Ende 2017 ausgehend von den Krisengebieten nach Deutschland flüchten. Eine Million, so eine Schätzung, wird einen positiven Asylbescheid erhalten, doch nur 94.000 davon werden damit auch einer Arbeit nachgehen können. Das zumindest berichtet die Bildzeitung in einem Vorabbericht zu einer Studie des Insituts für Weltwirtschaft. Gegebenenfalls die Zahlen stimmen, würde das bedeuten, dass nur etwa jeder 50. Flüchtling einen Job finden wird – eine Schocknachricht.

Subventionen sollen Flüchtlinge unter die Arme greifen
Der Ökonom Dennis Snower schlägt vor, Flüchtlinge mit staatlichen Lohnsubventionen über Beschäftigungsgutscheine leichter in Arbeit zu bringen. "Damit sinken die Kosten für den Arbeitgeber", sagte der Präsident des deutschen Instituts für Weltwirtschaft (IfW) der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Unternehmer kann den Mindestlohn zahlen und hat dennoch niedrigere Kosten für eine begrenzte Zeit, in der sich der Flüchtling einarbeiten kann."

Ausbildungsgutscheine
Auf diese Weise könnten Sozialhilfekosten gesenkt und auch Akzeptanzprobleme unter den Deutschen verringert werden, sagte Snower. Relevante Verdrängungseffekte zulasten von Einheimischen seien allenfalls in geringem Ausmaß zu erwarten. Dafür gebe es zahlreiche empirische Belege. Für jüngere Flüchtlinge wären aus Sicht des IfW-Präsidenten auch Ausbildungsgutscheine sinnvoll.

Generell seien die Hürden für den Zugang zum Arbeitsmarkt für viele Flüchtlinge hoch, sagte Snower. So seien die Qualifikationen nicht gut erfasst. Im Durchschnitt seien viele weniger gut qualifiziert als Deutsche.

Flüchtlinge überfordern deutsche Arbeitsagentur nicht
 Deutschen Arbeitslosen droht laut Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise trotz der wachsenden Zahl von Flüchtlingen keine Benachteiligung bei der Jobvermittlung. Zu Begründung verwies er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf die geplante verbesserte Ausstattung der Jobcenter wegen des Flüchtlingszustroms.

Ähnlich hatte sich Weise auch in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung (Montag) geäußert. Weise räumte zwar ein, dass in den Jobcenter zuletzt die Mittel zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen knapp gewesen seien. "Insofern ist es schön, dass Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles frühzeitig reagiert hat und wir mehr Leute für die Betreuung von arbeitslosen Flüchtlingen einstellen können", sagte Weise der dpa. Auch habe das Ministerium mehr Geld für diese zusätzlichen Aufgaben bewilligt, "sodass wir nicht in die befürchtete Konkurrenz zwischen Langzeitarbeitslosen und Flüchtlingen kommen".

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