Österreicher stirbt
bei Airbus-Crash Österreicher stirbt
bei Airbus-Crash

Unglück in Pakistan

© Reuters

 

Österreicher stirbt bei Airbus-Crash

Feuer, Rauch, Tausende Wrackteile eines Flugzeugs im unwegsamen Dickicht. Die Rettungskräfte hatten keine Chance: Bei dem Absturz eines Airbus A321 der pakistanischen Fluglinie Airblue nahe der Hauptstadt Islamabad kamen alle 152 Insassen ums Leben.

Unter den Opfern befindet sich auch ein 60-jähriger österreichischer Geschäftsmann, der in Deutschland lebte und arbeitete (siehe unten).

„Überall sind Leichenteile, abgerissene Hände oder Füße“, schildert ein Polizist die dramatische Lage von der Unglücksstelle. Auch pakistanische Militär-Einheiten kämpften sich zur Absturzstelle im dichten Wald der Margalla Hills vor, um bei der Bergung der Opfer zu helfen. Die Toten wurden in Hubschraubern abtransportiert, die Einsatzkräfte fanden allerdings kaum ganze Leichen. Am Benazir-Bhutto-Flughafen in Islamabad versammelten sich indessen Hunderte verzweifelte Angehörige, die im Chaos auf Nachrichten über das Schicksal der Insassen hofften. Tränen und Schreie, als die Passagier-Liste veröffentlicht wird. Jetzt ist klar, dass es – entgegen ersten Informationen – keinen Überlebenden gibt.

Heftiger Regen und dichter Nebel bei Landeanflug
Der Airbus kam von der pakistanischen Stadt Karachi und befand sich im Landeanflug auf Islamabad. Auch bei Schönwetter gilt Islamabad als schwierig anzufliegende Destination. Aber die Bedingungen waren schlecht. Es regnete heftig und dichter Nebel fiel ein. Augenzeugen berichten, dass das Flugzeug sehr unruhig in der Luft lag. Die Bedingungen dürften dem erfahrenen Piloten zum Verhängnis geworden sein. Der Funkkontakt riss ab, das Flugzeug krachte in einen Hügel.

Göttingen. Bei dem Flugzeugabsturz in Pakistan kam auch ein Österreicher ums Leben. Der 60 Jahre alte Diplomingenieur und Universitätsprofessor Mirko C. war gebürtiger Kroate mit österreichischer Staatsbürgerschaft.
Er arbeitete für die Firma Phywe im deutschen Göttingen als Vertriebsdirektor für technische Lehreinrichtungen und Labors im Mittleren Osten. C. war Bildungs-Referent und betreute Projekte von Universitäten und Regierungen in Ländern wie Syrien, Jemen oder Afghanistan.
Auch bei der verhängnisvollen Reise nach Pakistan ist es um Bildungs-Projekte mit der Regierung gegangen. Deswegen war C. von Karachi nach Islamabad unterwegs – als einziger Europäer an Bord der Maschine. C. hinterlässt in Göttingen eine Frau und eine Tochter.
(knd, wek)

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