Der 60-jährige Österreicher war auf einer Dienstreise. An Bord des Airbus A321 gibt es keine Überlebenden. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht bekannt.

"> Österreicher unter den 152 Toten: Absturz Pakistan Islamabad

Absturz in Pakistan

Absturz in Pakistan

Österreicher unter den 152 Toten

Bei einem Flugzeugabsturz in Pakistan sind am Mittwoch alle 152 Menschen an Bord ums Leben gekommen, unter ihnen befand sich ein österreichischer Staatsbürger. Der Airbus 321 der pakistanischen Fluggesellschaft Airblue stürzte im Landeanflug auf Islamabad ab. Die Maschine mit 146 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern kam aus Karachi. Die Absturzursache war zunächst nicht bekannt. Zum Unglückszeitpunkt herrschten schwierige Wetterbedingungen.

Österreicher war auf Dienstreise
Bei dem toten Österreicher handelt es sich nach Angaben des Außenministeriums um einen 60 Jahre alten Geschäftsmann. Er war für eine deutsche Firma tätig und befand sich auf einer Dienstreise. Er dürfte schon länger in Deutschland (Göttingen) gelebt haben.

Absturz bei Landeanflug
Die Maschine versuchte nach Angaben der Luftfahrtbehörde am Vormittag unter schwierigen Wetterbedingungen bei Regen zu landen, als der Kontakt zum Tower abbrach. Ein Augenzeuge berichtete, das Flugzeug habe unruhig gewirkt, sei aus dem Gleichgewicht geraten und in der dicht bewaldeten Bergregion abgestürzt.

Bild der Verwüstung
Den Einsatzkräften bot sich am Absturzort in schwer zugänglichem Gelände ein Bild der Verwüstung. Auf Luftaufnahmen im Fernsehen waren Feuer und Rauch sowie verbogene Metalltrümmer zu sehen. Die Bedingungen für die Einsatzkräfte waren sehr schwierig. "Er sehe nur Leichen", sagte ein Mitarbeiter des Roten Halbmonds am Absturzort. "Das ist eine schreckliche Szenerie." Die Streitkräfte entsandten Soldaten und Hubschrauber zur Unterstützung. Ein Behördensprecher in Islamabad betätigte, frühere Berichte über fünf Überlebende seien falsch.

Auf dem Benazir-Bhutto-Flughafen in Islamabad versammelten sich Hunderte verzweifelte Angehörige in der Hoffnung auf Informationen über das Schicksal von Passagieren und Besatzung. An Bord befanden sich offenbar überwiegend Pakistaner.

Ursache unbekannt
Airblue-Sprecher Raheel Ahmed sagte, von technischen Problemen mit der Maschine sei nichts bekannt. Auch hätten die Piloten seines Wissens keinen Notruf abgesetzt.

Der Airbus A321 war nach Angaben des Herstellers in Toulouse zehn Jahre alt und flog seit 2006 für Airblue. Die Fluglinie mit Sitz in Karachi existiert seit 2004. Seither wurde nur ein einziger, glimpflich verlaufener Zwischenfall bekannt: Im Mai 2008 kam es in Quetta zu einem sogenannten Tailstrike (Aufschlag des Flugzeughecks auf der Rollbahn). Niemand wurde verletzt, der Sachschaden war geringfügig.

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