Regierung spricht von 217.000 Toten

Haiti-Erdbeben

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Regierung spricht von 217.000 Toten

Die haitianische Regierung hat Berichten widersprochen, denen zufolge die Zahl der Erdbebentoten weiter gestiegen sei. Innenminister Paul Antoine Bien-Aime sagte am Mittwoch (Ortszeit): "Es gibt Leute, die behaupten, beim Erdbeben am 12. Jänner seien 230.000 Personen gestorben. Wir sagen, es sind etwas mehr als 217 000. Das sind die richtigen Zahlen."

Premierminister Jean-Max Bellerive hatte zuletzt 212.000 Tote genannt. In anderen Schätzungen war von bis zu 270.000 die Rede gewesen. Nach Ansicht von Experten wird die tatsächliche Totenzahl jedoch nie ermittelt werden. Immer noch werden viele Tote unten den Trümmern zahlreicher Gebäude vermutet.

Soldaten schützen Lebensmittel
Das UNO-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) teilte am Mittwoch in Port-au-Prince mit, durch das Erdbeben vor vier Wochen seien 1,2 Millionen Haitianer obdachlos geworden, 460.000 Einwohner hätten die zerstörte Hauptstadt in Richtung Provinz verlassen. Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) funktioniert die Verteilung der Lebensmittel an 1,1 Millionen Menschen mittlerweile gut.

Die deutsche Welthungerhilfe berichtete am Mittwoch, in Port-au-Prince erfolge die Abgabe der Lebensmittel nur unter dem Schutz der UNO-Soldaten und haitianischer Polizisten. Bei den ersten Verteilaktionen im Jänner war es gelegentlich zu Ausschreitungen gekommen. Die Hilfsorganisationen haben inzwischen damit begonnen, Haitianer beim Abriss der zerstörten Gebäude einzusetzen und sie dafür zu bezahlen.

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