13. März 2010 20:38
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy droht bei den Regionalwahlen am
heutigen und nächsten Sonntag eine böse Schlappe. Das Regierungslager kommt
nach letzten Umfragen landesweit nur auf 28,5 Prozent der Stimmen.
Die Linken liegen wegen Sarkozys umstrittener Reformpolitik gemeinsam bei
51,5 Prozent. Nachdem die Sozialisten seit den letzten Regionalwahlen 2004
schon 24 von 26 Regionen beherrschen, könnten jetzt auch das Elsass und
Korsika an die Linken fallen: Eine schallende Ohrfeige für Sarkozy.
Seine Popularität ist ohnehin so niedrig wie nie zuvor: Nur einer von drei
Franzosen ist noch für ihn. Affären und Skandale schadeten dem Image.
Eheliche Untreue.
Dazu kommt das Gerücht des jungen Jahres: Sarkozy und
seine schöne Ehefrau, Ex-Model und Sängerin Carla Bruni, sollen beide außerehelich
turteln : Carla mit dem feschen Musiker Benjamin Biolay (37), Sarkozy
mit der ebenfalls feschen Umweltministerin Chantal Jouanno, einer
Karatelehrerin. Fragen darf man Monsieur nicht danach.
Bei einem Besuch in London wies der 55-Jährige am Wochenende die Gerüchte
über außereheliche Späße sehr grantig zurück. „Hirngespinste“, bellte
Sarkozy bei einer Pressekonferenz. Er habe „keine Sekunde, nicht einmal eine
halbe Sekunde“ übrig, um die Zeit „mit lächerlichen Gerüchten“ zu
vertändeln. Dazu habe er als Präsident zu viel zu tun, donnerte der
Präsident und kanzelte die Frage des französischen Journalisten als
„idiotisch“ ab.
Sarkozy spielt die Bedeutung der Wahlen jetzt sicherheitshalber herunter:
„Regionale Wahlen, regionale Auswirkungen“. Gegenüber dem Figaro schloss er
aus, nach der zu erwartenden Niederlage seine Regierung umzubilden.
Höchstens ein bisschen.