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Tausende Passagiere sollten im Zug sterben

Osamas Terror-Pläne

Tausende Passagiere sollten im Zug sterben

Terroralarm in den USA. Computer und Akten des getöteten Al-Kaida-Führers Osama bin Laden († 54) wurden durchforstet. Der Inhalt ist höchst brisant – die Al-Kaida hatte konkrete Terror-Pläne: Sie wollten Anschläge auf US-Züge mit Tausenden Passagieren verüben. Das Blutbad sollte ausgerechnet am 10. Jahrestag von 9/11 stattfinden.

Der Plan: Durch Sabotage am Gleiskörper sollten Zuggarnituren zum Entgleisen gebracht werden, „am besten auf Brücken oder Berghängen“, so die Unterlagen. Als mögliche Anschlagziele wurden New York, L. A. und Chicago genannt.

Die Geheim-Daten Osamas
Die Navy Seals hatten bei der Kommandoaktion in Bin Ladens Villa in Abbottabad einen wahren Info-Schatz gefunden. Darunter: fünf PCs, zehn Festplatten, 100 CDs und DVDs, fünf Handys sowie Berge von Unterlagen. Die Hinweise auf das Zug-Komplott befanden sich in handgeschriebenen Akten. Der Fund zeigt auch, dass Bin Laden die Zügel des mörderischen Netzwerkes fest in der Hand hielt.

Sorgen um Sicherheit
In den USA ordnete das Heimatschutzministerium prompt die Überprüfung von Schienenstrecken an. Doch die Regierung von US-Präsident Barack Obama – der Freitag persönlich den Navy Seals zur Bin-Laden-Tötung gratulierte – stellte auch klar, dass die Pläne vorerst bloß „Träumereien“ waren und keinerlei Vorbereitungen getroffen wurden.

Brisanteres erwartet sich die Terrorabwehr bei der Auswertung weiterer Daten: Das FBI flog das Material in ein Büro in Quantico (Virginia), fertigte Kopien für mehrere Geheimdienste an, darunter die CIA, die Lauschagentur NSA oder der Militärgeheimdienst DIA. Der Großteil der Daten ist verschlüsselt. Für die Übersetzungen werden gerade Arabisch sprechende Mitarbeiter angeheuert.

Gehofft wird, dass mit Hilfe von Bin Ladens Computerarchiven nun auch rasch sein mutmaßlicher Nachfolger, der ägyptische Doktor Aiman al-Zawahiri (59), aufgespürt werden kann. Die Offensive geht voll weiter: CIA-Drohnen töteten mit Raketen acht Militante in Pakistans Stammesgebieten.

Tod bestätigt
Gleichzeitig setzte die Al-Kaida selbst den Verschwörungstheorien ein Ende, wonach Bin Laden gar nicht getötet worden sei und die USA deshalb keine Beweisfotos publiziert hätten: In einer Internet-Stellungnahme wurde der Tod ihres Führers bestätigt: „Amerikas Fröhlichkeit wird Trauer weichen“, drohten sie.

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