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Wirbel um angebliche Bordell-Gutscheine für Flüchtlinge

Empörung

Wirbel um angebliche Bordell-Gutscheine für Flüchtlinge

Die Stimmung ist aufgeheizt. Beinahe kein Tag vergeht an dem nicht die Flüchtlingskrise im Fokus der öffentlichen Berichterstattung steht. Vor allem in den sozialen Netzwerken wird das Thema Flüchtlinge hochemotional diskutiert. Momentan macht ein Gerücht im Internet die Runde, wonach Bayern Gutscheine an Flüchtlinge austeilen würde, die ihnen einen Gratis-Bordell-Besuch versprechen. Sogar Fotos von den angeblichen Gutscheinen werden eifrig im Netz geteilt. Viele reagieren empört und nehmen die Geschichte zum Anlass um gegen Flüchtlinge zu hetzen.

Mieser Fake
Doch betrachtet man die Fotos ohne Schaum vorm Mund wird schnell klar: Es handelt sich um einen schlecht gemachten Fake. Die Geschichte ist erstunken und erlogen. Wie der watchblog mimikama.at herausfand, weisen die Gutscheine gleich mehrere Fehler als Fake aus.

Der Aufschrift auf dem Gutschein ist zu entnehmen, dass dieser vom „Sozialamt des Freistaates Bayern“ ausgestellt wird.  Blöd nur, dass das Land Bayern gar kein Sozialamt hat. Auch was ein Kontrollabbiß (eigentlich sollte es Kontrollabriss heißen) sein soll, ist unklar.

Ähnlicher Fall in Graz
Einen ähnlichen Fall gab es übrigens auch in Graz. Auch damals geisterte die Bordell-Geschichte durchs Netz. Auch damals deckte mimikama.at den Fake auf.

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