Große Gefahr
Ganzes Dorf muss vor Schnee-Hammer flüchten
Seit Montag sorgen anhaltende Schneefälle in der Schweiz und in Teilen Norditaliens für massive Probleme. Innerhalb weniger Stunden fielen regional bis zu 40 Zentimeter Neuschnee, was die Lawinengefahr deutlich ansteigen ließ. Im gesamten Alpenraum gilt derzeit die zweithöchste Warnstufe. Ein Ende der extremen Bedingungen ist nicht in Sicht, da auch für heute weitere starke Schneefälle angekündigt sind.
Evakuierungen im italienischen Piemont
Besonders drastisch ist die Situation im italienischen Piemont: Die Regionalverwaltung ordnete die sofortige Evakuierung des Tourismusortes Rochemolles an. Gleichzeitig wurde ein strenges Zugangsverbot verhängt, sämtliche Straßen sind für Fußgänger und Autofahrer gesperrt. Rund 40 Einheimische und Touristen mussten sofort abreisen und wurden teilweise in nahe gelegenen Hotels untergebracht. Meteorologe Andrea Vuolo äußert sich besorgt über das betroffene Gebiet Gran Vallone: „Das Gebiet, das die größte Besorgnis hervorruft, ist das Gran Vallone, das starke Ähnlichkeiten mit den Bedingungen aufweist, die das letzte große Lawinenereignis in diesem Gebiet im Jahr 2018 ausgelöst hatten.“
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Dramatische Lage in der Schweiz
Auch in der Schweiz bleibt die Situation angespannt. In der Gemeinde Orsières im Kanton Wallis mussten rund 50 Personen ihre Unterkünfte verlassen, da ein Verbleib aufgrund der Lawinengefahr nicht mehr vertretbar war. Die Betroffenen kehrten entweder nach Hause zurück oder kamen in sichereren Regionen unter. Die Wetterprognosen versprechen kaum Entlastung: Allein im Gemeindegebiet von Orsières werden bis zu 70 Zentimeter Neuschnee erwartet.
Orkanböen verschärfen die Gefahr
Zusätzlich zum Schnee peitscht stürmischer Wind durch die Hochlagen. An der Wetterstation Gran Vaudala im italienischen Ceresole Reale wurden auf über 3.000 Metern Höhe Orkanböen von bis zu 189 Stundenkilometern gemessen. Diese Kombination aus Neuschnee und Sturm sorgt für meterhohe Verwehungen und macht die Arbeit der Sicherheitskräfte extrem schwierig. Auch für Reisende aus Österreich, die in diesen Regionen unterwegs sind, bleibt die Lage kritisch.
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