Kuppel beschädigt
Drohnen-Attacke auf Tschernobyl - Strahlungsgefahr aus Riesen-Loch!
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bestätigt, dass der Schutzdom über dem havarierten Reaktor 4 in Tschernobyl nach einem Drohnenangriff seine wichtigste Sicherheitsfunktion verloren hat.
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Der sogenannte „New Safe Confinement“ (NSC) war am 14. Februar von einer Drohne mit Sprengladung getroffen worden. Die Ukraine macht Russland für den Angriff verantwortlich, Moskau weist die Vorwürfe zurück. Obwohl die IAEA mitteilt, dass es keine Strahlungslecks gebe und die Belastung stabil sei, halten Experten umfassende Reparaturen für dringend notwendig.
Loch durch Drohnen-Beschuss
Nach Angaben des zuständigen ukrainischen Regierungsmitarbeiters Artem Siryi schlug die Drohne direkt in die äußere Metallhülle über dem zentralen Wartungsbereich ein. Dadurch entstand ein rund 15 Quadratmeter großes Loch. Teile der Drohne drangen bis zur zweiten inneren Schicht vor und landeten im Inneren der Struktur.
Der Einschlag löste zudem einen versteckten Brand im mehrschichtigen Kuppelaufbau aus – bestehend aus Metall, Dämmmaterial und einer dünnen Abdichtmembran. Da das Feuer unter der Isolierung schwelte, musste die Feuerwehr mithilfe von Drohnen mit Wärmebildkamera nach Brandherden suchen. Um das Feuer zu bekämpfen, schnitten Einsatzkräfte zahlreiche kleine Öffnungen in die Kuppel, doch Temperaturen von –16 Grad ließen das Löschwasser gefrieren, was weitere Zugänge nötig machte.
„Projekt war nie für militärische Angriffe gebaut“
Siryi betonte, dass die Anlage für einen solchen Angriff nicht ausgelegt sei: „Dieses Projekt wurde nie dafür entwickelt, einem direkten militärischen Schlag standzuhalten.“ Wäre die Drohne an einer anderen Stelle eingeschlagen und hätte den alten Betonsarkophag getroffen, hätte dies eine wesentlich gefährlichere Situation ausgelöst.
Warnung vor möglicher Katastrophe
Laut der IAEA blieb die tragende Struktur unbeschädigt, jedoch ist die wesentliche Sicherheitsfunktion – das Einschließen radioaktiven Materials – beeinträchtigt. Die Behörde betont, dass umfassende Wiederherstellungsarbeiten unerlässlich sind, um eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage zu verhindern.
Siryi warnt, dass ein zweiter Treffer ein Strahlungsleck verursachen könnte: Ein weiterer Einschlag könnte Teile der Struktur zum Einsturz bringen und radioaktiven Staub mit Nuklearpartikeln aus Reaktor 4 freisetzen.
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