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Eklat um Modefotos an Holocaust-Mahnmal

Easyjet

 

Eklat um Modefotos an Holocaust-Mahnmal

Die Fluggesellschaft Easyjet hat sich für Modefotos in ihrem Bordmagazin entschuldigt, die am Berliner Holocaust-Mahnmal entstanden. "Die Ausgabe wurden sofort eingestampft", sagte ein Sprecher am Montag der dpa. Der Vorfall hatte auch in Israel Beachtung gefunden, die Fluggesellschaft fliegt auch von London nach Tel Aviv.

Der Direktor der "Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas", Uwe Neumärker, betonte am Montag in einer Presseerklärung, die Stiftung habe für das Foto-Shooting keine Genehmigung erteilt und sei erst jetzt auf die Bilder aufmerksam gemacht worden. Die Stiftung erteile nur solchen Projekten eine Dreh- oder Fotogenehmigung, "die einen inhaltlichen Bezug zum Denkmal haben". Die Stiftung lehne kommerzielle Aufnahmen grundsätzlich ab. Sie will die Fluggesellschaft um Aufklärung der Hintergründe der Aufnahmen bitten.

Neumärker hob hervor, dass sich die Fluggesellschaft bereits entschuldigt, die Novemberausgabe des Magazins zurückgezogen habe und die Zusammenarbeit mit dem Herausgeber des Bordmagazins prüfen wolle. Auch der Herausgeber habe sich entschuldigt, betonte Neumärker.

Das von Peter Eisenman entworfene Holocaust-Mahnmal besteht aus einem Feld mit über 2700 Betonstelen und einem unterirdischen Ort der Information. Seit der Eröffnung im Mai 2005 haben mehr als acht Millionen Menschen das Stelenfeld besucht.

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