30. Mai 2008 09:06
Achtung: Das Video ist nichts für schwache Nerven!
Mit teils grauenvollen Bildern der Opfer von Messerstechereien versucht die
britische Polizei, die blutige Gewalt unter Jugendlichen zu bekämpfen.
Parallel zur Bekanntgabe dieser Bilder- und Videokampagne im Internet
meldete Scotland Yard am Donnerstag einen weiteren Mord an einem Teenager in
London. Der 17-jährige sei bereits am Wochenende mit einem Kopfschuss
aufgefunden worden und in der Nacht zum Donnerstag seiner schweren
Verletzung erlegen. Er wurde seit Jahresbeginn allein in London bereits das
15. Opfer von Mordtaten an Teenagern.
Bilder von Gewaltopfern
Auf
den Bildern von Gewaltopfern, die jetzt auf verschiedenen Websites und in
Internetforen gezeigt werden sollen, sind unter anderem klaffende Wunden zu
sehen, aus denen Eingeweide herausdrängen. Ein Foto zeigt einen Mann, in
dessen blutender Brust ein Messer und ein Schraubenzieher stecken. Auf
anderen Bildern sind Wunden zu sehen, die mit Messern zugefügt wurden und
bis auf die Knochen reichen. Daneben werden in Audioaufnahmen die Qualen von
Gewaltopfern geschildert.
Appell an die Eltern
Scotland-Yard-Chef
Ian Blair erneuerte am Donnerstag seinen Appell an Eltern, ihre Kinder nicht
mit Messern oder anderen Waffen auf die Straße gehen zu lassen. Die meisten
Messer, die bei Angriffen auf Jugendliche verwendet werden, stammten aus
normalen Küchenschränken, erklärte Blair. Die Londoner Polizei habe in den
vergangenen Wochen ihre Aktionen zur Durchsuchung verdächtig wirkender
Jugendlicher erheblich verstärkt.
Durchsuchungen
Bei
mehr als 4.000 solcher Durchsuchungen allein in den letzten 14 Tagen seien
200 Jugendliche wegen des Besitzes von großen Messern und anderen Waffen
festgenommen worden. Blair richtete eine Warnung an Jugendliche in London: "Es
ist wird immer wahrscheinlicher, dass Ihr gestoppt und durchsucht werdet.
Wenn wir Messer bei Euch finden, werdet ihr festgenommen und die
Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Ihr dann auch angeklagt werdet."