Ist die globale Erwärmung nur ein Mythos?

Klima-Debatte

Ist die globale Erwärmung nur ein Mythos?

Verschiedene Wissenschafter haben die für die kommenden Jahrzehnte vielfach prognostizierte Klimaerwärmung in Zweifel gezogen. "Der Wärmetrend ist gestoppt und hat sich sogar umgekehrt", sagte Meteorologe Andreas Neuen vom deutschen Wetterdienst Meteomedia am Freitag.

"Nicht nur Erwärmungsszenarien entwickeln"
Der Geschäftsführer vom Dienstleister Donnerwetter.de, der Klimatologe Karsten Brandt, warnte davor, ausschließlich Erderwärmungs-Szenarien zu entwickeln: "Die Bandbreite des Klimas kann größer sein." Dagegen sagte der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, Uwe Kirsche, seriöse Angaben zu einer Umkehr eines Trends seien derzeit unmöglich. Vielmehr müsse von "einer Stagnation auf höchstem Niveau" gesprochen werden.

2010 etwas zu kalt

Neuen sagte, bereits dieses Jahr werde voraussichtlich leicht zu kalt werden. Bisher seien 2010 fünf Monate zu kalt und fünf zu warm gewesen. Die Debatte über Erderwärmung bezeichnete er als Panikmache. An Messstationen beispielsweise in der Antarktis oder auch im Atlantik seien in den vergangenen zehn Jahren sinkende Temperaturen gemessen worden. Interesse an dem Thema hätten vor allem Politik und die von ihnen mit Milliardenbeträgen geförderten Forscher. Wenn sie einräumten, es gäbe überhaupt keinen Klimawandel, machten sie sich selbst überflüssig. Brandt empfahl, Szenarien in alle Richtungen zu entwickeln.

Temperaturanstieg "nicht natürlich"

DWD-Sprecher Kirsche sagte, der auffällige Anstieg der Temperaturen in den letzten 20 Jahren sei nicht mehr allein durch natürliche Gegebenheiten zu erklären. Ein einziger kälterer Winter oder Sommer lasse noch keinen Rückschluss auf eine Trendumkehr zu. Vielleicht könnte man in 20 Jahren zu der Erkenntnis gelangen, dass ein kalter Winter 2010 der Beginn einer Trendumkehr gewesen sei. Unbestritten sei jedenfalls, dass die Temperatur global seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute um 0,7 bis 0,8 Grad gestiegen sei. Offen sei, wie groß der Anteil des Menschen daran sei.

Debatte um bevorstehenen Winter

Auch den Prognosen eines sehr kalten bevorstehenden Winters widersprach der Experte. Nach den Jahreszeitenvorhersagen des DWD stehe ein durchschnittlicher Winter bevor, also mit einer Temperatur von plus 0,2 Grad von Dezember bis Februar. Natürlich könne es auch ein sehr kalter Winter werden, räumte er ein. "Aber darauf deutet derzeit nichts hin."

"Jahrtausendwinter"
Dagegen erklärte Brandt, die Prognosen polnischer und russischer Wissenschafter, die einen "Jahrtausendwinter" vorhersagten, hätten eine gewisse Substanz. Der Golfstrom, der für die Wärmezufuhr verantwortlich sei, sei messbar schwächer. Typisches Anzeichen für einen kalten Winter sei auch, dass Oktober und November mild seien. Im Dezember sei mit Kaltluftwellen aus Norden und Osten zu rechnen. Die Temperatur werde dann wohl um ein oder zwei Grad unter dem Durchschnitt liegen.

Eine solche Prognose wagt Neuen von Meteomedia nicht. "Jeder Vorhersage über 14 Tage hinaus ist unseriös", sagte er. Und selbst dann sei nur ein Trend erkennbar.

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