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Nach Erdrutsch gesuchter Sohn wieder da

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Nach Erdrutsch gesuchter Sohn wieder da

Der nach dem verheerenden Erdrutsch in Sachsen-Anhalt gesuchte Sohn einer betroffenen Familie ist aufgetaucht. Der junge Mann Anfang 20 stand plötzlich an der Absperrung zum Ort der Katastrophe. Der taubstumme Mann wird nun seelsorgerisch betreut, seine Mutter ist informiert worden.

Vater unter den Vermissten
Der junge Mann war in einem der beiden in einen Tagebausee abgerutschten Häuser in Nachterstedt gemeldet, wohnte aber meist anderswo. Der Vater des bisher fieberhaft Gesuchten wird seit dem Unglück vermisst, seine Stiefmutter entkam der Katastrophe, da sie zum Zeitpunkt des Unglücks Nachtschicht hatte. Damit werden drei Menschen nach dem Erdrutsch vermisst: Der 51-jährige Vater des nun aufgetauchten Sohnes sowie ein Ehepaar aus dem Nachbarhaus.

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Suche unterbrochen
Die Rettungskräfte von Sachsen-Anhalt haben die Sucharbeiten unterbrochen. Der in Erwägung gezogene Einsatz von Rettungshunden ist unter den gegebenen Umständen nicht möglich. Der Grund ist Einsturzgefahr.

Areal gesperrt
Insgesamt 45 Anrainer konnten die Nacht nicht in ihren Wohnungen verbringen. Drei von ihnen waren ohnehin auf Urlaub, 22 wurden in Ferienwohnungen untergebracht, die übrigen kamen bei Verwandten und Bekannten unter. Die Unglücksursache war weiterhin unklar. Der Unglücksort am 350 Hektar großen Concordia-See wurde weiträumig abgesperrt. Die Behörden riefen dazu auf, dem See fern zu bleiben.

Bei dem riesigen Erdrutsch am frühen Samstagmorgen am Rande eines Tagebausees waren zwei Häuser in die Tiefe gerissen worden. Ein Areal von 350 mal 120 Metern rutschte in die ehemalige Braunkohle-Tagebaugrube ab, insgesamt setzte sich rund eine Million Kubikmeter Erde in Bewegung. Auf dem Concordia-See entstand durch den Erdrutsch nach ersten Erkenntnissen eine Flutwelle.

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