Neunjährige trieb nach Vergewaltigung ab

Streit in Brasilien

Neunjährige trieb nach Vergewaltigung ab

Bei einer erst neunjährigen Brasilianerin sind am Mittwoch Zwillinge abgetrieben worden. Das Mädchen war von seinem Stiefvater vergewaltigt worden. Das Leben des Kindes sei in Gefahr gewesen, sagte der Direktor des Gesundheitszentrums Amaury de Medeiros der Universität des Teilstaates Pernambuco, Sergio Cabral.

Die katholische Kirche drohte hingegen mit einer Strafanzeige wegen Mordes gegen die Mutter des Mädchens. Der Vergewaltiger ist unterdessen in Haft. Das Mädchen war nach Angaben der Behörden seit dem sechsten Lebensjahr sexuell missbraucht worden.

Die Neunjährige habe den Eingriff soweit körperlich gut überstanden, teilte Cabral in der Provinzhauptstadt Recife im Nordosten Brasiliens weiter mit. Schwangerschaftsabbrüche sind in Brasilien nur nach Vergewaltigungen oder bei Risikoschwangerschaften erlaubt. "Das Mädchen erfüllte beide Voraussetzungen", fügte der Arzt hinzu.

Die katholische Kirche Brasiliens hatte gefordert, das Mädchen solle die Zwillinge austragen. Der Rechtsanwalt der Erzdiözese von Olinda und Recife, Marcio Miranda, sagte: "Wir halten das für Mord. Das Gesetz Gottes lautet: Du sollst nicht töten."

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