01. Mai 2009 08:36
Ein Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama ist anscheinend an der
Schweinegrippe erkrankt. Der Beamte hatte die Mexiko-Reise Obamas Mitte
April mit vorbereitet, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Noch in
Mexiko habe er grippeähnliche Symptome gezeigt und inzwischen auch drei
Mitglieder seiner Familie damit angesteckt. Ob es sich tatsächlich um die
Schweinegrippe handle, müsse aber noch bestätigt werden.
Zuvor hatte das Weiße Haus die Möglichkeit heruntergespielt, die
US-Delegation könnte auf ihrer Reise nach Mexiko mit der Seuche infiziert
worden sein. Pressesprecher Robert Gibbs betonte insbesondere, Obama sei zu
keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Der Erkrankte sei nicht in der
Präsidentenmaschine geflogen und sei auch nicht bis auf zwei Meter an Obama
herangekommen. Keine anderen Mitglieder der Delegation seien bisher
erkrankt, sagte Gibbs.
Biden: Peinliche Aussage zur Schweinegrippe
Mit Aussagen zur
Schweinegrippe hat der für seine bisweilen unkontrollierten Äußerungen
bekannte US-Vizepräsident Joe Biden die Regierung in Washington in
Verlegenheit gebracht. Er empfahl am Donnerstag, wegen der Schweinegrippe am
besten überhaupt nicht zu fliegen - und erntete damit einen Aufschrei der
Empörung von der US-Reiseindustrie.
Biden war in einem Interview des Senders NBC gefragt worden, was er
Familienmitgliedern empfehlen würde, die jetzt nach Mexiko reisen wollten.
"Ich würde mich zurzeit an keine geschlossenen Orte begeben", sagte Biden
und schloss dabei neben Flugzeugen auch U-Bahnen ein. Das Problem, so fuhr
der Politiker fort, sei nicht die Reise nach Mexiko, sondern es seien die
Reisebedingungen. "Wenn man abgeschottet in einem Flugzeug sitzt, wenn eine
Person niest, dann geht das durch das ganze Flugzeug."
Entschuldigung vom Weißen Haus
Das Weiße Haus sah sich zu
einer Entschuldigung veranlasst, um die Sorgen der Bürger zu zerstreuen.
"Ich entschuldige mich bei denjenigen, die unnötig in Furcht geraten sind",
sagte Präsidentensprecher Robert Gibbs im Weißen Haus.