15. Dezember 2009 13:35
Ein neuer tödlicher Anschlag hat Pakistan erschüttert. Bei der Explosion
einer Autobombe auf einem belebten Markt in der zentralen Provinz Punjab
kamen am Dienstag mindestens 22 Menschen ums Leben, wie die Rettungskräfte
mitteilten. Etwa 70 weitere Menschen wurden verletzt. Ein riesiger Krater
wurde ins Erdreich gerissen. Die Opferzahl könne weiter ansteigen, da
"vermutlich noch 30 bis 40 Menschen unter den Trümmern begraben sind".
Die Explosion in Dera Ghazi Khan ereignete sich nach Behördenangaben in der
Nähe des Wohnhauses eines ranghohen Regierungsberaters der Provinz Punjab.
Der Beamte Zulfikhar Khosa war aber offenbar nicht anwesend, und auch die
anderen Bewohner seines Hauses schienen nicht unter den Opfern zu sein.
U-Haft für Terrorverdächtige verlängert
Fünf in
Pakistan festgenommene Terrorverdächtige aus den USA bleiben vorerst in
Haft. Ein Gericht in Sargodha im Osten des Landes verlängerte ihre
Untersuchungshaft am Dienstag um weitere zehn Tage, wie ein hochrangiger
Polizeivertreter sagte. Die fünf jungen US-Bürger mit pakistanischen und
afrikanischen Wurzeln sollen demnach weiter verhört werden. Ersten
Ermittlungsergebnissen zufolge hatten die Männer Kontakt zum Terrornetzwerk
Al Kaida, wie ein Vertreter der Sicherheitskräfte, der namentlich nicht
genannt werden wollte, sagte.
Die fünf Männer, von denen zwei auch die pakistanische Staatsbürgerschaft
haben, waren in der vergangenen Woche in Sargodha festgenommen worden. Sie
wurden seitdem bereits mehrfach verhört, unter anderem auch von der
US-Bundespolizei FBI. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wollten sie in die
pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan reisen, um sich
dort zu Terroristen ausbilden zu lassen. Am Montag hatte ein Gericht in
Lahore eine Abschiebung der Männer in die USA oder eine Übergabe an das FBI
abgelehnt.