Berlusconis geheime Sex-Akte

Neue Aufnahmen

© APA/EPA

Berlusconis geheime Sex-Akte

Mit den Erzählungen über ihre Nächte mit Premierminister Silvio Berlusconi hatte Callgirl Patrizia D’Addario für einen pikanten Skandal gesorgt. Berlusconi hatte die Behauptungen stets wütend abgestritten. Doch D’Addario ließ Bänder mitlaufen - die sie jetzt weitergegeben hat.

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"Ich gehe zuerst duschen“, ist auf einem der Bänder die Stimme Berlusconis zu hören. „Wenn du zuerst fertig bist, wartest du dann im Bett auf mich?“ Darauf D’Addario: "In welchem Bett? Im 'Putin-Bett'?“ Berlusconi: "Im Putin-Bett.“ Und D’Addario: "Ach, das ist süß. Das mit den Vorhängen.“

Mehrere Mädchen ließen Tonbänder mitlaufen
Diese Aufnahme stammt vom 4. November 2008, angefertigt wurde sie im römischen Palazzo Grazioli. Es war bereits das zweite Treffen zwischen dem Premierminister und der Escort-Dame. Kennengelernt hatten sie einander, als Berlusconi Mitte Oktober mehrere Frauen zu einer Party in den Palazzo eingeladen hatte.

Auch davon existieren Tonaufnahmen - und nicht nur die von D’Addario. Auch eine andere Frau ließ ein Band mitlaufen. Als sich die Mädchen auf das Treffen mit dem Premierminister vorbereiten, hört man die Stimme eines Angestellten, der Berlusconi mit folgenden Worten beschreibt: "Ich weiß, dass der Präsident etwas ...fröhlich ist, er singt und er erzählt Witze.“

"Er hat gesagt, er will mich mit einer Freundin sehen“
Am Tag nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht mit Berlusconi rief D’Addario bei Giampaolo Tarantini an, jenem Unternehmer aus Bari, der D’Addario für ihren ersten Ausflug nach Rom rund 1.000 Euro bezahlt haben soll. Tarantini soll die Callgirls für Berlusconi organisiert haben, was Tarantini bestreitet.

D’Addario beschwert sich, dass sie kein Geld bekommen hat und erzählt: "Wir haben die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Er hat gesagt, er will mich wiedersehen, aber mit einer Freundin... zu zweit.“ Sie berichtet auch von Berlusconis Fantasien: „Er hat gesagt, er hat eine Freundin, und er möchte mich von ihr befriedigen lassen.“ Woraufhin Tarantini in schallendes Gelächter ausbricht.

Kurz darauf ruft Berlusconi bei D’Addario an und erzählt, dass er nach Moskau fliegt. Er verabschiedet sich mit den Worten: „Ich rufe dich an, wenn ich zurück bin. Ciao, mein Schatz.“

"Er sagte mir, ich liebe Dich"

Telefonmitschnitte beweisen, dass die Escort-Dame Patrizia D’Addario die Wahrheit gesagt hat: Es gab mehrere Begegnungen und spezielle Wünsche von Silvio Berlusconi.

  • Kein Geld, nur Geschenke: Patrizia beschwert sich in einem Telefonat bei Giampaolo Trantini, einem Unternehmer aus Bari, der sie an Silvio Berlusconi vermittelt hat. "„Wir haben die ganze Nacht kein Auge zugetan. Es ist alles gut gegangen, aber da war kein Umschlag mit Geld.“ Berlusconi habe ihr nur ein Geschenk gemacht, das sei nicht so ausgemacht gewesen.
  • Spezielle Wünsche: D’Addario erzählt ihrem Auftraggeber: "Er hat mir gesagt, dass er eine Freundin hat und dass er will, dass ich sie oral befriedige“
  • Liebesgeflüster: "Er hat mir gesagt, dass er mich liebt. Er ist sehr leidenschaftlich. Die ganze Nacht haben wir nicht geschlafen.“
  • Anruf danach: Gleich nach dieser Nacht im November 2008 rief der Premier seine Herzensdame wieder an. Er erzählt ihr, dass er so viel gearbeitet habe und gar nicht müde sei. D’Addario sagt zu ihm, dass sie keine Stimme mehr habe. Berlusconi verwundert: „Wie denn das? Wir haben ja gar nicht geschrien.“ Sie antwortet: "Weißt du warum? Ich habe zehnmal geduscht, mit eiskaltem Wasser, weil ich so erhitzt war von dieser Nacht.“

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