Iran bereitet sich auf Krieg mit USA vor

Manöver angekündigt

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Iran bereitet sich auf Krieg mit USA vor

Angesichts neuer Kriegsgerüchte haben die iranischen Revolutionsgarden die Abhaltung eines großen Verteidigungsmanövers in der Straße von Hormuz für Ende Jänner angekündigt. Die heikle Lage im Nahen Osten habe die Notwendigkeit vervielfacht, sich zur Verteidigung des Landes bereitzuhalten, zitierte der staatliche iranische Sender Press TV am Mittwoch den Marinekommandanten der Revolutionsgarden, Konteradmiral Morteza Saffari.

Bei dem Manöver würden verschiedene Marineeinheiten der Revolutionsgarden neue Taktiken und Ausrüstungen unter realen Bedingungen testen, sagte Saffari am Dienstag. Der Iran wolle damit jedem Aggressor die Botschaft vermitteln, dass jede Verletzung seiner Landesgrenzen eine energische Antwort der Verteidigungskräfte der Islamischen Republik zur Folge haben werde.

"Obama plant Offensive"
Die Straße von Hormuz ist von größter strategischer Bedeutung. Sie verbindet die ölreiche Golfregion mit dem Indischen Ozean. Ein großer Teil der weltweiten Öltransporte passiert diesen Wasserweg. Neben der Marine will auch die iranische Armee Ende Jänner oder Anfang Februar ein Verteidigungsmanöver abhalten. Im Iran wird derzeit über einen Militärschlag spekuliert, den die USA mit Hilfe Israels gegen die Islamische Republik vorbereiten sollen. Der frühere malaysische Ministerpräsident Mahathir Mohamad hat kürzlich diesen Gerüchten neue Nahrung gegeben.

"(US-Präsident Barack) Obama plant eine Offensive gegen den Iran, mit Hilfe seines Verbündeten, dem israelischen Regime", schrieb Mahatir nach Angaben der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA in seinem Weblog. Vorwand für den Krieg werde das angebliche Streben des Iran nach der Atombombe sein. Die USA würden dafür - nach dem Muster des Irak-Kriegs - "gefälschte Beweise" für die Behauptung vorlegen, Teheran wolle einen Atomkrieg gegen die Welt beginnen, so Mahatir Press TV wies in diesem Zusammenhang auf britische Presseberichte hin, wonach der Iran an einem Atombombenzünder - Urandeuterid (UD3) - forsche. US-Geheimdienstquellen hätten aber die von der "Times" zitierten Unterlagen als Fälschung bezeichnet.

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