Iran schmeißt ORF-Reporter raus

Kein Visum

 

Iran schmeißt ORF-Reporter raus

Das iranische Regime geht nun immer härter gegen die Proteste - und auch gegen die Berichterstattung darüber vor. Gestern Abend gab ORF-Korrespondent Karim El-Gawhary live in der Zeit im Bild 2 bekannt, seinen "letzten Auftritt aus Teheran" zu haben. Der Grund: "Mein Visum wurde von der iranischen Regierung nicht mehr verlängert." El-Gawhary musste somit heute ebenso wie ORF-Radiokorrespondentin Barbara Ladinser ausreisen.

Der ORF plant jedoch neuerliche Visa für die Einreise in den Iran beantragen. Bei der derzeitigen Lage im Iran, ist es allerdings fraglich, ob dieser Antrag durchgeht.

Ausgangssperre
Doch auch schon gestern war es kaum mehr möglich, über die Lage in Teheran zu berichten. Für internationale Journalisten herrscht Ausgangssperrees dürfen vor allem keinerlei Bilder von Demonstrationen gemacht werden. Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat den Iran scharf für sein Berichterstattungsverbot kritisiert. Dass ausländische Journalisten seit Dienstag nicht mehr über ungenehmigte Kundgebungen berichten dürften, sei "skandalös" und "beunruhigend", erklärte die Organisation. Ganz offensichtlich wollten die iranischen Behörden dafür sorgen, "dass die ausländischen Medien das Land verlassen, damit sie die Bewegung vor Blicken geschützt niederschlagen können". Laut RSF sind seit der Wahl mindestens ein Dutzend iranische Journalisten und Blogger inhaftiert worden. Die Behörden versuchen auch im Internet und über Mobilfunk den Informationsfluss der Protestierenden zu unterbinden.

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