NATO-Manöver in Georgien begonnen

Kritik aus Russland

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NATO-Manöver in Georgien begonnen

Die NATO hat neun Monate nach dem Südkaukasus-Krieg ungeachtet scharfer Proteste aus Russland mit einem Militärmanöver in Georgien begonnen. Die ersten rund 200 Teilnehmer haben am Morgen auf dem Militärstützpunkt Wasiani bei Tiflis Posten bezogen. Die Allianz hatte das Manöver als "Geste der Solidarität" mit Georgien bezeichnet, Russland kritisiert die Übung in dem Konfliktgebiet als Provokation.

Soldaten aus 13 Ländern
Insgesamt werden Soldaten aus 13 Staaten in Georgien erwartet. Die offizielle Eröffnung der Übung, die Teil der NATO-Partnerschaft für den Frieden ist, sei für den 11. Mai geplant. Nach Abschluss des ersten Manövers am 19. Mai sei noch eine Feldübung vom 21. Mai bis Anfang Juni geplant. Nach Angaben des georgischen Verteidigungsministeriums können die Übungen ungehindert absolviert werden.

Erst am Dienstag war es in Georgien zu einer Rebellion auf einem Panzerstützpunkt in Muchrowani bei Tiflis gekommen. Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili warf Russland vor, den angeblichen Putschversuch finanziert zu haben. Russland wies dies jedoch als "schwachsinnig" zurück und erklärte, Saakaschwili wolle von seinen hausgemachten Problemen ablenken. Der Präsident steht innenpolitisch massiv unter Druck.

Fahndung nach Drahtziehern
Das georgische Innenministerium fahndet unterdessen nach mutmaßlichen Drahtziehern der Revolte. Vor allem der ranghohe Ex-Militär Koba Otanadse wird in diesem Zusammenhang ins Visier genommen. Otanadse soll das aufständische Panzerbataillon zu einem Marsch nach Tiflis aufgefordert haben. Dies habe zumindest ein verhörter Bataillonskommandant angegeben haben. Die Behörden versprechen insgesamt umgerechnet 90.000 Dollar für Informationen darüber, wo sich Otanadse und zwei weitere Top-Verdächtige versteckt halten. Zehn Militärangehörige wurden wegen der Revolte bereits festgenommen, meldete der georgische TV-Sender Rustawi-2 am Mittwoch.

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