Obama hält Abu Ghraib-Fotos zurück

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Obama hält Abu Ghraib-Fotos zurück

Die US-Regierung will anders als ursprünglich geplant Fotos von misshandelten Häftlingen im Gefängnis Abu Ghraib im Irak doch nicht veröffentlichen. Präsident Barack Obama habe die Anweisung gegeben, die Bilder von den Quälereien durch US-Soldaten nicht publik zu machen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, am Mittwoch in Washington. Auch Fotos aus Afghanistan sollen unter Verschluss bleiben. Grund sei die Sorge, dass eine Veröffentlichung anti-amerikanische Stimmungen schüren und dadurch die Sicherheit der Truppen im Irak und in Afghanistan gefährden könne.

Bürgerrechtler wollen Veröffentlichung
"Er (Obama) ist der Meinung, dass die Veröffentlichung dieser Fotos eine Bedrohung für unsere Männer und Frauen sein könnte, die im Irak und Afghanistan Gefahren ausgesetzt sind", sagte der Sprecher. Das Pentagon hatte kürzlich die Freigabe der Fotos angekündigt, nachdem die Bürgerrechtsunion (ACLU) eine Veröffentlichung vor Gericht erstritten hatte. Obama wolle diese Entscheidung juristisch anfechten lassen. Er gehe davon aus, dass bei der Gerichtsentscheidung die Sicherheit der Truppen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Bereits im April 2004 waren von Wärtern aufgenommene private Fotos von misshandelten und sexuell gedemütigten Häftlingen aus Abu Ghraib an die Öffentlichkeit gelangt. Sie lösten einen weltweiten Sturm der Entrüstung aus. So waren nackte Gefangene zu sehen, die zu einer Pyramide aufgetürmt oder wie Hunde an der Leine geführt wurden.

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