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Polizei sucht dritten Verdächtigen im Fall Mannichl

Nach Zeugenaussagen habe der Mann auf der rechten Wange ein eintätowiertes Kreuz mit einem nach unten gerichteten Pfeil, teilte die Polizei am Freitag mit. Er habe sich demnach zum Tatzeitpunkt ebenfalls in Mannichls Wohnort Fürstenzell aufgehalten. Von dem Kreuz-Tattoo veröffentlichten die Ermittler am Freitag eine Zeichnung, ebenso wie von der Schlangen-Tätowierung eines weiteren gesuchten Verdächtigen.

Mannichl war am vergangenen Samstag beim Öffnen seiner Haustür von einem glatzköpfigen Mann mit einem Messer niedergestochen worden. Dieser soll am Hals eine Tätowierung oder ein größeres Muttermal haben. Nach ihm wird in Deutschland, Österreich und Tschechien ebenso gefahndet wie nach einem möglichen Komplizen, der hinter dem linken Ohr die auffällige Tätowierung einer grünen, züngelnden Schlange tragen soll. Bei diesen beiden könnte es sich laut Polizei allerdings unter Umständen auch um ein und die selbe Person handeln.

Passaus Polizeichef ruft zu weiterem Kampf gegen Rechts auf
Alois Mannichl will sich durch das mutmaßliche Neonazi-Attentat nicht vom Kampf gegen den Rechtsextremismus abbringen lassen. "Wir dürfen uns von Einzelnen nicht in Angst und Schrecken versetzen lassen", sagte der 52-Jährige am Freitag beim Verlassen des Krankenhauses.

Mannichl sagte im Foyer des Klinikums Passau vor Journalisten, er verlasse dies bewusst "nicht durch die Hintertür", da es wichtig sei zu zeigen, "dass wir uns von diesen Rechtsextremisten nicht einschüchtern lassen und aufrecht durch das Leben gehen". Er sprach von einem "feigen Anschlag" und bedankte sich "bei unserm Herrgott", der ihm "viele Schutzengel gegeben" habe - darunter seien der Notarzt, die Rettungskräfte und das Klinikteam gewesen.

Aber auch Repräsentanten des Staates und der gesamten Bevölkerung gebühre sein Dank, sagte der Passauer Polizeichef. Es habe ihn unheimlich beeindruckt, wie viel Zuspruch er aus der gesamten Republik erhalten habe, insbesondere auch von jungen Leuten. Dies habe ihn bestärkt, dass "wir alle gemeinsam" im Kampf gegen den Rechtsextremismus so weitermachen müssten.

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