Silvios 18-Jährige im Interview

Scheidungskrieg

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Silvios 18-Jährige im Interview

Nach 19 Ehejahren hat die schmollmundige Veronica Lario genug von ihrem 72-jährigen Göttergatten Silvio Berlusconi. Der rund neun Milliarden Euro schwere Medien-Tycoon, Volkstribun und selbst ernannte Frauenheld hat offensichtlich mit einem pikanten Flirt das Fass zum Überlaufen gebracht. Über La Repubblica ließ Lario vergangenen Sonntag verlauten: „Meine Ehe ist zu Ende. Ich kann nicht bei einem Mann bleiben, der mit Minderjährigen verkehrt.“

Teures Geschenk
Gemeint war der Scheidungsgrund – die bildhübsche, blonde, langbeinige – und erst 18 Jahre alte – Tochter eines neapolitanischen Regionalpolitikers, die auf den schönen Namen Noemi Letizia hört. Auf sie hat Silvio offenbar ein Auge geworfen. Auf ihrer Geburtstagsparty, die kurz vor Signora Berlusconis Ausraster in einer Disco über die Bühne ging, kam ein unerwarteter, hoher Gast ­hereingeschneit: Berlusconi hatte sogar eine Goldkette mit Brillantanhänger als Präsent dabei. Nicht sein erstes Geschenk. Sogar ein Auto soll der mehrfache Großvater und fünffache Vater der 18-Jährigen angeboten haben. „Papi“ nennt Noemi den italienischen Ministerpräsidenten laut einem Interview, in dem sie die angehende Intellektuelle italienischen Zuschnitts verrät. Die Gattin nimmt ihrem Mann die rein väterlichen Gefühle freilich nicht ab (sie weiß, wovon sie spricht, war sie doch selbst eine jugendliche Schönheitskönigin, als ihr Silvio einst zugelaufen war).

Die blonde Versuchung Noemi Letizia, mittlerweile auf Tauchstation, hat mit dem Corriere del Mezzogiorno über ihr Verhältnis zu Berlusconi geplaudert.

Frage: Noemi, nennen Sie den Ministerpräsidenten tatsächlich Papi?
Noemi Letizia: Ja, für mich ist er wie ein zweiter Vater. Er sagt mir, dass ich ihn an seine Tochter Barbara erinnere.

Frage: Es passiert ja nicht allen schönen Mädchen, den Ministerpräsidenten auf ihrer Geburtstagsfeier empfangen zu dürfen.
Letizia: Nein, es war wirklich eine Überraschung. Ich hatte vorher auch niemandem von meiner engen Freundschaft mit Papi Silvio erzählt.

Frage: Was hat er Ihnen geschenkt?
Letizia: Eine Goldkette mit einem Anhänger.

Frage: War Silvio Berlusconi früher schon auf einem Ihrer Geburtstagsfeste?
Letizia: Nein, das nicht. Aber er hat mir immer seine Aufmerksamkeit geschenkt. In einem Jahr bekam ich einen Diamanten, ein anderes Mal eine Kette. Ich bekomme immer ein Geschenk.

Frage: Was wollen Sie später einmal machen?
Letizia: Ich will Showgirl werden. Aber mich interessiert auch die Politik. Ich bin flexibel.

Frage: Reden wir noch einmal über Silvio Berlusconi.
Letizia: Ich bewundere ihn. Ich leiste ihm Gesellschaft. Er ruft mich an, er sagt mir, wann er einen Moment Zeit hat, ich fahre dann zu ihm. Ich bleibe bei ihm und höre zu, das ist es, was er von mir will. Dann ­singen wir zusammen.

Frage: Welche Lieder?
Letizia: Ach, jetzt fällt mir gerade der Titel seines Lieblingsliedes nicht ein. Moment, ich guck mal schnell auf seiner CD nach. Ah, das ist es ja: Es heißt: „Mon Amour, lalalala.“ Ich singe oft mit ­Papi Silvio am Klavier oder wir singen Karaoke.

Frage: Was vertraut Berlusconi Ihnen an?
Letizia: Manchmal ist er enttäuscht darüber, dass er kritisiert wird. Ich mache ihm dann Mut. Keiner kann sich vorstellen, wie sensibel Papi ist.

Frage: Erleben wir Sie bei den Regionalwahlen?
Letizia: Nein, ich würde viel lieber für das Parlament kandidieren.

Milliardenscheidung
Dem in punkto ehelicher Treue schon bisher notorisch unzuverlässigen Silvio steht endgültig eine Milliardenscheidung ins Haus. Berlusconi, der es vom Staubsauger-Vertreter zu einem der reichsten Männer der Welt brachte (von Gutinformierten wird er auf 9,4 Milliarden taxiert), muss nun auch um seine zahlreichen Villen bangen. Lario könnte ihrem Mann bis zu 4,5 Mrd. Euro abjagen. Ein Geschenk von „Papi“ an Letizia sollte sich aber auch dann noch ausgehen.

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