Neues Top-Modell startet

Neuer Audi SQ2 ist gar nicht so teuer

19.02.2019

Einstiegs-SUV kommt nun mit besonders potentem Motor.

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Audi hat auf dem Pariser Autosalon 2018 den neuen SQ2 vorgestellt. Nun kommt das Top-Modell der Q2-Baureihe in den heimischen Handel. Dabei zeigt sich, dass das kompakte SUV mit dem Top-Motor gar nicht so teuer ist, wie zunächst befürchtet wurde. In Österreich beginnt die Preisliste bei 49.990 Euro. Für ein 4,21 Meter kurzes Auto ist das zwar noch jede Menge Geld, doch der Technik-Bruder Cupra Ateca von Seats neuer Sportmarke kostet auch mindestens 46.990 Euro. Der Spanier ist zwar rund 15 Zentimeter länger und etwas besser ausgestattet, kann beim Image aber nicht ganz mit dem Audi mithalten. Für Markenfans dürften die 3.000 Euro Aufschlag also keine allzu große Rolle spielen. Zumal derart potente SUVs ohnehin eher eine kleine Zielgruppe ansprechen. Außerdem gibt es in dieser Preisklasse keine anderen Allrad-(Kompakt)-SUVs mit so viel Power. Und auch ein frontgetriebener Golf GTI TCR  mit 290 PS kostet über 47.000 Euro. Mercedes verlangt für den AMG A 35  (306 PS und Allrad) gar stolze 57.310 Euro.

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Antrieb

Der Antriebsstrang des neuen SQ2 ist neben dem Cupra Ateca auch aus weiteren Konzernmodellen bekannt und könnte demnächst auch im neuen Q3 zum Einsatz kommen. Wie im spanischen Plattformbruder leistet der 2.0 TFSI auch im 4,21 Meter kurzen Audi satte 300 PS und stemmt im Bereich zwischen 2.000 und 5.200 Umdrehungen pro Minute konstant 400 Nm Drehmoment. Die Fahrleistungen fallen dementsprechend rasant aus: Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 4,8 Sekunden, die Spitze ist auf 250 km/h begrenzt. Der Vierzylinder-Turbobenziner reicht seine Kraft über eine speziell abgestimmte Siebengang S tronic an alle vier Räder weiter. Wie bei allen S-Modellen der Marke ist quattro natürlich auch im SQ2 Pflicht. Der Fahrer kann das Doppelkupplungsgetriebe in den automatischen Modi D oder S betreiben oder selbst steuern. Wenn das Fahrdynamiksystem Audi drive select im „efficiency“-Modus arbeitet, öffnet die Kupplung im Schubbetrieb, und das kleine SUV rollt im Freilauf. Im Start-Stopp-Betrieb wird der Motor bei 7 km/h Restgeschwindigkeit deaktiviert. Dank Partikelfilter wird auch die Abgasnorm Euro 6d-Temp erfüllt.

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Sportliche Zutaten

Das S-Sportfahrwerk des SQ2 ist sportlicher abgestimmt als bei der technischen Ausgangsbasis. Es legt die Karosserie um 20 Millimeter tiefer. Die Servounterstützung der serienmäßigen Progressivlenkung hat eine spezifischen Kennlinie. Das serienmäßige drive select lässt dem Fahrer die Wahl zwischen den Profilen auto, comfort, dynamic, efficiency und individual. Über diese managt es den Charakter der Lenkung, der Siebengang S tronic und weiterer Systeme. Die Bremsanlage wurde ebenfalls an die höhere Leistung angepasst. Deshalb sind auch 18-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen im Format 235/45 Serie, auf Wunsch gibt es 19-Zöller mit Reifen im Format 235/40 (Serie beim SQ2-Exterieurpaket).

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Design

Beim S-Modell hat Audi natürlich auch das Design etwas nachgeschärft. Vorne gliedern acht  aufrecht stehende Doppelstege gliedern den Singleframe-Grill, ein Frontsplitter verbindet die äußersten Kanten der beiden vergrößerten Lufteinlässe. LED-Scheinwerfer sowie die LED-Heckleuchten mit dynamischem Blinklicht sind ebenfalls mit an Bord. Seitlich stechen neben den großen Rädern die Seitenschweller ins Auge. Das Gehäuse der Außenspiegel glänzt in Aluminiumoptik. Ein verlängerter Dachkantenspoiler und der Diffusoreinsatz mit vier Endrohren sorgen für den passenden Abgang.

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Innenraum

Innen sind Dachhimmel, die Säulen und die Sitzbezüge in Schwarz gehalten, die Dekorleiste an der Instrumententafel besteht aus matt gebürstetem Aluminium. Die Pedalkappen sowie die Fußstütze sind aus Edelstahl gefertigt, die beleuchteten Einstiegsleisten vorn tragen S-Logos. Die Instrumenten-Zifferblätter sind grau und die Zeiger weiß gefärbt. Beim Einschalten der Zündung erscheinen auf dem MMI-Monitor und dem Display im Kombiinstrument, beziehungsweise im virtual cockpit, S-spezifische Start-Screens. Das digitale Kombiinstrument kostet also auch im SQ2 Aufpreis. Der Fahrer steuert es über die Lenkradtasten. Sein 12,3 Zoll-Bildschirm bietet drei unterschiedliche Ansichten, darunter einen Screen, der den Drehzahlmesser in den Mittelpunkt rückt. Die wichtigsten Informationen sind zudem auf einem Head-up-Display zu sehen, einer weiteren Option.

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Ausstattung

Serienmäßig sind die Sitze des SQ2 mit einer Kombination aus Leder und Stoff bezogen. Auf Wunsch gibt es einen Leder-/Alcantara-Mix sowie Leder Feinnappa. Wie im normalen Q2 gibt es auch im neuen Top-Modell eine breite Infotainment-Palette. An der (optionalen) Spitze steht die MMI Navigation plus mit MMI touch, die über einen Dreh-/Drücksteller mit integriertem ein Touchpad, das auch Mehrfinger-Scrollen und Zoomen ermöglicht, oder per Spracheingabe bedient wird. Das Display über der Mittelkonsole misst 8,3 Zoll - LTE und ein WLAN-Hotspot sind ebenfalls integriert. Weiters gehört zur MMI Navigation plus das Paket Audi connect. Hier holt eine fest im Auto integrierte SIM-Karte diverse Online-Services wie Verkehrsinformationen, Navigation mit Google Earth, Reise- und Parkplatzinformationen sowie den Zugang zum E-Mail-Postfach an Bord. Die kostenlose myAudi App verbindet das Smartphone des Besitzers mit dem Auto. Sie ermöglicht Funktionen wie das Online Media Streaming und die Übertragung des Kalenders ins MMI.

>>>Nachlesen: Audi greift mit dem neuen SQ2 an

Assistenzsysteme

Die Fahrerassistenzsysteme für den SQ2 kennen wir aus Oberklasse-Modellen wie dem Q8. Audi pre sense front mit Fußgängererkennung, Warnfunktion und automatischem Notstopp ist serienmäßig. Die beliebtesten optionalen Systeme sind im Assistenz-Paket zusammengefasst, darunter die adaptive cruise control mit Stop & Go-Funktion und der Stauassistent, der neben dem Radarsensor auch die Frontkamera nutzt. Er kann im zähfließenden Verkehr bis 65 km/h beim Lenken, Beschleunigen und Bremsen unterstützen. Der active lane assist hilft dem Fahrer beim Halten der Spur. Der optionale Parkassistent kann das Kompakt-SUV in Längs- und Querparklücken steuern. Will der Fahrer wieder rückwärts aus der Querparklücke setzen, kommt der Querverkehrassistent hinten zum Einsatz. Eine weitere Assistenzfunktion ist der side assist. Er warnt den Fahrer durch eine Anzeige am jeweiligen Außenspiegel vor einer möglichen Gefahr beim Spurwechsel per Radar.

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