Bestseller-SUV bestellbar

Das kostet der neue Audi Q3 (2018)

13.11.2018

In Österreich kann die zweite Generation ab sofort bestellt werden.

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Kurz nachdem Audi für den Marktstart des neuen Q3 eine spezielle Sonderedition namens „edition one“ angekündigt hat, wurden nun endlich auch der Einstiegspreis des SUV-Bestsellers verraten. Dabei gab es aber auch eine kleine Überraschung. Denn während bisher stets beteuert wurde, dass bei der Markteinführung vier Motoren verfügbar sein werden, sind es nun doch nur zwei. Und diese gibt es zunächst wiederum nur mit Frontantrieb. Los geht es jedenfalls ab 35.650 Euro. Laut Audi ist die zweite Generation ab sofort bestellbar. Auf der Homepage kann er aber noch nicht konfiguriert werden (Stand: 13. November; 16:15 Uhr)

© Audi / Porsche Holding

Benziner und Diesel mit 150 PS und Frontantrieb

Für die gut 35.000 Euro bekommt man einen Q3 35 TFSI, dessen 1,5 Liter Turbobenziner 150 PS leistet, ein maximales Drehmoment von 250 Nm bietet und einen Normverbrauch von 6,3 bis 6,0 Liter auf 100 km aufweist. Wie in anderen Konzernmodellen verfügt der Motor auch hier über eine Zylinderabschaltung, welche bei niedriger Last zwei Zylinder vorübergehend stilllegt. Mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe beschleunigt das SUV in 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis 211 km/h Höchstgeschwindigkeit. Wählt man die Siebengang S-tronic (5,9 bis 5,7l/100km) erfolgt der Sprint in 9,2 Sekunden, der Vortrieb endet bei 207 km/h. Dieselben Werte gelten auch für den Q3 35 TDI mit S tronic. Das Zweiliter-Dieseltriebwerk leistet ebenfalls 150 PS und bringt 340 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Hier wird der Normverbrauch mit 4,9 bis 4,7 Liter auf 100 km angegeben. Serienmäßig ist das kompakte SUV bei uns u.a. mit dem digitalen Kombiinstrument, MMI Radio inklusive Bluetooth, Multifunktions-Lederlenkrad und Klimaanlage ausgestattet. 

© Audi AG

Diese Motoren dürften bald folgen

Bei der Vorstellung des „edition one“ Ende September war noch von vier Motorisierungen bei der Markteinführung die Rede - drei TDI und einem TFSI (150 PS bis 230 PS). Die beiden weiteren Triebwerke dürften also in Kürze nachgeschoben werden. Alle Q3-Motoren sind jedenfalls Vierzylinder-Direkteinspritzer mit Turboaufladung und erfüllen die Abgasnorm Euro 6d Temp. Alle TFSI-Aggregate besitzen einen Otto-Partikelfilter, bei den Dieseln ist ein SCR-Kat mit an Bord. Über dem Einstiegsmodell rangiert der Zweiliter-Benziner im Q3 40 TFSI mit 190 PS und 320 Nm. Seine leistungsstärkere Version, der Q3 45 TFSI, verfügt über 230 PS und 350 Nm Drehmoment. Beide Motorisierungen sind serienmäßig mit der Siebengang S tronic gekoppelt und bedienen sich dem permanenten Allradantrieb quattro mit hydraulischer Lamellenkupplung. Bei den Diesel-Motoren wird ein 2.0 TDI mit 190 PS Leistung das Motorenprogramm erweitern.

Design und Abmessungen

Optisch setzt der neue Q3 natürlich auf das neue Erkennungsmerkmal aller künftigen Q-Modelle der Marke. Er ist nach dem Q8 also das zweite Fahrzeug, das auf den achteckigen Singleframe-Kühlergrill setzt. Darüber hinaus setzt die um 9,7 Zentimeter auf 4,49 Meter gewachsene zweite Generation auf schmale Scheinwerfer, die nach innen keilförmig zulaufen. Audi liefert sie in drei Ausführungen, alle mit LED-Technologie. Top-Ausführung sind die Matrix LED-Scheinwerfer. Wer sich für das S-Line Exterieur-Paket entscheidet, bekommt u.a. größere Lufteinlässe und einen dunklen Grill. Letztere wird übrigens von vertikalen Stegen gegliedert. Da der neue Q3 gegenüber seinem Vorgänger nicht nur länger sondern auch etwas breiter (1,85 m; +18mm) sowie flacher (1,58 m; -5 mm) wurde und über einen längeren Radstand verfügt, wirken die Proportionen sehr stimmig. Ein Highlight in der Seitenansicht ist die symmetrische Leuchten-Grafik von Scheinwerfern und Rückleuchten. Die Schulterlinie mit den markant herausgearbeiteten Radhäusern verbindet sie formal. Farbig abgesetzte Radlaufblenden und die erhöhte Bodenfreiheit betonen den Offroad-Look. Bei den Felgen stehen Durchmesser zwischen 17 und 20 Zoll zur Auswahl. Der Dachkantenspoiler, der die Heckscheibe auch seitlich flankiert, verlängert die Dachlinie und sorgt so für einen Schuss an Dynamik. Beim Heckdesign hat sich im Vergleich zum Vorgänger am wenigsten verändert. Hier setzen lediglich die etwas schmaleren Rückleuchten, die in ähnlicher Form auch beim Q5 zum Einsatz kommen, und die markanten, bündig in die Schürze integrierten Auspuffblenden Akzente. Vom Größenwachstum profitieren vor allem die Passagiere im Fond und das Gepäckabteil. Die Rückbank ist serienmäßig verschiebbar. Das Kofferraumvolumen steigt von 460 auf 530 Liter - bei nach vorne geschobener Rückbank sind es sogar 675 Liter. Klappt man die 40:20:40 geteilten Rücklehnen um (funktioniert auch auf Knopfdruck vom Kofferraum), passen nun bis zu 1.525 Liter in den Gepäckraum.

© Audi

Cockpit und Bedienung

Das Cockpit erinnert stark an den neuen A1 Sportback . Wie dort gibt es auch hier nun ein digitales Kombiinstrument mit 10,25 Zoll großem Display serienmäßig. In der Mittelkonsole gibt es ab der zweiten Infotainment-Ausbaustufe (MMI Radio plus) einen 8,8 Zoll großen Touchscreen mit haptischem Feedback. In dieser Ausführung lässt sich auch das digitale Kombiinstrument zum „virtual cockpit“ aufrüsten. Dann können u.a. auch die Navikarte oder die gewünschten Songtitel hinter dem Lenkrad eingeblendet werden. Die Top-Version "MMI Navigation plus" spielt alle Stückeln. Hier wächst das virtual cockpit auf 12,3 Zoll und der Touchscreen zur Bedienung des Infotainments bringt es auf eine Diagonale von 10,1 Zoll. Für die Klimaanlage gibt es wie im A1 ein separates Bedienfeld mit manuellen Tasten bzw. Drehreglern. Auf einen zweiten Touchscreen wie im A8, A7, A6 oder Q8 wird verzichtet. Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen, die Lenkradtasten oder per Spracheingabe. Letztere versteht mittlerweile auch natürliche Sätze. Man muss also keine Befehle mehr auswendig lernen. Wenn man sagt „Ich habe Hunger“, werden alle Restaurants in der Nähe angezeigt. Ist ein passendes dabei, kann man sich auch gleich direkt dorthin navigieren lassen. Darüber hinaus lernt die Software ständig dazu und merkt sich bestimmte Vorlieben des Fahrers. Laut Audi werden u.a. vorgeschlagenen Route ständig verbessert und sollen beim Zeitsparen helfen.

© Audi

Vernetzung und Assistenzsysteme

Bei der Konnektivität legt der Q3 ebenfalls deutlich nach. So lädt die „phone box“ kompatible Smarthones induktiv auf und koppelt das Handy via Android Auto sowie Apple CarPlay mit dem Bordsystem. Neben einer gewöhnlichen USB-Buchse gibt es auch einen USB-C-Anschluss. Wer sich für Audi Connect entscheidet (Serie bei MMI Navigation plus), bekommt eine LTE-Internetverbindung und profitiert von Informationen wie aktuelle Verkehrslage, Point-of-Interests und zur Parkplatzsituation in großen Städten. Mit der myAudi-App lassen sich Navigationsdaten, Routen, Musik-Streamingdienste oder Kalendereinträge über das Smartphone drahtlos in den Q3 übertragen. Darüber hinaus lässt sich das Kompakt-SUV über die App auch fernentriegeln oder verschließen. Und auch der Fahrzeugstatus ist aus der Ferne abrufbar und die Standheizung bedienbar. Bei den Assistenzsystemen ist das Auto ebenfalls am aktuellsten Stand. Serienmäßig ist das Sicherheitssystem Audi pre sense front an Bord, das kritische Situationen mit Fußgängern, Radfahrern oder anderen Fahrzeugen erkennt und den Fahrer davor warnt. Falls nötig, leitet es auch eine Notbremsung ein. Ebenfalls zum Serienumfang gehört der Spurhalteassistent, der bei Bedarf selbstständig gegenlenkt. Optional dagegen sind der adaptive Fahrassistent (Kombination aus adaptiven Tempomat, Stauassistent und Spurführungsassistenten), der den Q3 teilautonom durch den Stop&Go-Verkehr oder über die Autobahn chauffiert, und der vollautomatische Ein- und Ausparkassistent. 

© Audi / Porsche Holding

Dynamisches Handling

Beim Fahrwerk soll der Q3 nach wie vor auf eine sportliche Auslegung setzen. In der zweiten Generation wird diese jedoch mit mehr Komfort gekoppelt. Das Stahlfahrwerk lässt sich optional per Dämpferregelung anpassen, was eine besonders große Spreizung ermöglichen soll. Wer sich für das optionale „drive select“-Paket entscheidet, bekommt sechs Modi zur Auswahl (auto, comfort, dynamic, offroad, efficiency und individual). Hierbei lassen sich auf Knopfdruck neben der Dämpfereinstellung die Parameter Gasannahme, Lenkung und die Schaltcharakteristik der S-tronic verstellen.

© Audi

Ausstattungslinien

Für den Innenraum hat Audi bei den Farben und Materialien ein neues Konzept entwickelt. Die Q3-Kunden können zwischen drei Varianten wählen – der Basisversion, der Audi design selection und dem S line Interieurpaket. Beide Pakete enthalten die Sportsitze, die auf Wunsch mit einer Kombination aus Leder/Kunstleder und Alcantara bezogen sind. Eine völlig neue Option sind die Alcantara-Flächen an der Instrumententafel und an den Armauflagen der Türen. Sie sind in drei Farben erhältlich, darunter ein kräftiges Orange. Im Dunkeln setzt das Kontur-/Ambientelichtpaket – Serie bei der design selection –Lichtakzente an der Mittelkonsole und den Türen. Außen ist der neue Q3 ebenfalls individualisierbar. So gibt es beispielsweise eine Kontrastlackierung für die Anbauteile im unteren Bereich der Karosserie. Beim S line Exterieurpaket präsentieren sich Stoßfänger, Schwellerleisten und Diffusor besonders sportlich. Insgesamt stehen elf Lackfarben zur Wahl. Die drei Interieur-Ausstattungslinien sind frei mit den drei Exterieurpaketen kombinierbar.

>>>Nachlesen: Neuer Audi Q3 startet als Sonderedition

Deutscher aus Ungarn

Der neue Q3 fährt im ungarischen Werk Győr vom Band. Die Ausstattung des nur zum Start verfügbaren Q3 „edition one“ basiert auf der S-line. Zu den Highlights gehören neben dem Sportfahrwerk, 20-Zoll-Rädern, schwarzen Markenemblemen und Matrix LED-Scheinwerfern auch Sportsitze, das abgeflachte Lederlenkrad und das Kontur-/Ambientelicht. Als Lackierungen stehen Pulsorange und Chronosgrau zur Wahl.

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