Sparsames SUV

So kommt der BMW X5 Plug-in-Hybrid

20.05.2014


Dank brauchbarer E-Reichweite liegt der Normverbrauch bei 3,8l/100km.

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© BMW AG
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BMW setzt seine Strategie, den CO2-Ausstoß stark zu verringern, weiter fort. Nachdem der Premiumhersteller bereits mehrere Hybrid- (3er, 5er, X6) und ein reines Elektro-Auto (i3 ) anbietet, kommen in Zukunft mit Plug-in-Hybrid-Modellen weitere sparsame Fahrzeuge hinzu. Im Gegensatz zu normalen Hybriden, fällt bei den Plug-in-Hybriden die Batterie deutlich größer aus und kann auch über eine Steckdose geladen werden, wovon die rein elektrische Reichweite natürlich enorm profitiert. BMW wird diese Technik (den 130.000 Euro teuren Sportwagen i8 lassen wir hier einmal außen vor) bei einem Großserienmodell erstmals im X5 anbieten. Wie nun bekannt wurde, wird sich die Serienversion kaum mehr von der Studie X5 eDrive unterscheiden.

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Cockpit unterscheidet sich nur in Nuancen von den normalen Modellen.

Zwei Herzen
Beim X5 Plug-in-Hybrid wird sich der Antriebsstrang aus dem bekannten, 245 PS starken Vierzylinder-Benziner und einem ebenfalls von BMW entwickelten Elektromotor mit 70 kW (95 PS) zusammensetzen. Letzterer wird von einer 7,4 kW großen Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt, die an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Der Hersteller verspricht eine maximale E-Reichweite von bis zu 30 Kilometern mit einer Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h. So wird im aktuellen EU-Testzyklus ein Durchschnittsverbrauch von weniger als 3,8 Litern je 100 Kilometer möglich. Ein beeindruckender Wert, wenn man die Größe des X5 bedenkt. In der Realität werden zwar einige Liter mehr durch die Einspritzdüsen zischen, dennoch dürfte das große SUV mit Plug-in-Hybrid ziemlich sparsam zu bewegen sein.

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Die Batterie ist platzsparend unter dem Kofferraum verbaut.

Alltagstauglich
Wer an einem normalen Wochentag nicht weiter als 30 km fährt, kann komplett ohne Benzin auskommen. Dennoch braucht sich der Fahrer über die Reichweite keinerlei Gedanken machen und kann den X5 auch für die Fahrt in den Urlaub nutzen. Auch deshalb, weil die für die Studie entwickelte Hochvolt-Batterie unterhalb des Gepäckraums angeordnet ist, dessen Nutzbarkeit im Alltag dank der im Verhältnis 40 : 20 : 40 teilbaren Fondsitzlehne und des nahezu ebenen Laderaumbodens jedoch nahezu uneingeschränkt erhalten bleibt. Trotz des Spargedankens wird der X5 eDrive aber nicht zum Spaßverderber. Der Standardsprint aus dem Stand auf 100 km/h kann laut BMW in weniger als 7,0 Sekunden absolviert werden. Der E-Motor verhilft dem Auto dank seines aus dem Stand heraus zur Verfügung stehenden Drehmoments von 250 Newtonmetern sogar zu einem spontaneren Antritt.

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Im vorderen Kotflügel versteckt sich der Ladestecker.

Unterstützende Funktionen
Analog zu aktuellen Serienmodellen der Marke kann auch im Concept X5 eDrive per Fahrerlebnisschalter neben den Einstellungen Comfort und Sport der Eco Pro Modus aktiviert werden, der einen besonders effizienten Fahrstil unterstützt. Neue ConnectedDrive-Funktionen sollen eine Mobilitätsplanung unterstützen, die darauf abzielt, so häufig wie möglich rein elektrisch zu fahren. In der Studie wird daher die aktuelle elektrische Reichweite als Zahlenwert im Instrumentenkombi angezeigt. Dabei steht eine dynamische Reichweitenanzeige zur Verfügung, die dank intelligenter Vernetzung permanent alle für die Reichweite relevanten Faktoren wie Verkehrslage, Streckenprofil und Fahrstil berücksichtigt.

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Zeitplan
Die Serienversion des Plug-in-X5 soll noch in diesem Jahr präsentiert werden, ab 2015 in den Verkauf gehen und sich kaum mehr von der Studie unterscheiden. Außen ist diese ohnehin fast nicht vom normalen X5 zu unterscheiden. Lediglich die Abdeckung im linken vorderen Kotflügel, hinter der sich der Ladestecker verbirgt, zeigt Kennern, dass hier zusätzlich ein E-Motor mit an Bord ist.

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Fotos vom aktuellen X5

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