Kauf auf Raten
bank99-Umfrage: „Buy Now, Pay Later“ verleitet viele Österreicher zu höheren Ausgaben
12.01.2026
Ratenzahlungen und spätere Bezahlung liegen im Trend: Eine aktuelle Umfrage der bank99 zeigt, dass „Buy Now, Pay Later“ viele Konsumenten zu höheren Ausgaben verleitet. Besonders junge Menschen, Frauen und finanziell angespannte Personen greifen häufig auf die Zahlungsoption zurück.
Die Zahlungsoption „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) beeinflusst das Kaufverhalten vieler Österreicherinnen und Österreicherdeutlich. Wie eine bank99-Umfrage unter 400 Personen zeigt, gehen knapp 40 Prozent der Befragten davon aus, durch die Möglichkeit der späteren oder ratenweisen Bezahlung mehr Geld auszugeben als ursprünglich geplant. Vier von zehn halten höhere Ausgaben durch BNPL für wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich.
Junge Menschen und Frauen nutzen BNPL besonders häufig
Besonders beliebt ist der Kauf auf Kredit bei jüngeren Konsumenten: 60 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen „Buy Now, Pay Later“ bei ihren Einkäufen, 39 Prozent davon mindestens einmal pro Quartal. Auch Frauen greifen häufiger auf die Zahlungsoption zurück. 17 Prozent der weiblichen Befragten bezahlen ihre Einkäufe mindestens einmal im Monat auf diese Weise, bei Männern sind es lediglich neun Prozent.
Finanzielle Lage beeinflusst die Zahlungsentscheidung
Ein klarer Zusammenhang zeigt sich auch bei der finanziellen Situation: 31 Prozent der Personen in finanziell angespannter Lage nutzen „Buy Now, Pay Later“ mindestens einmal im Quartal. Bei finanziell gut aufgestellten Personen trifft das nur auf jeden Fünften zu. Insgesamt greift jeder vierte Österreicher mindestens einmal pro Quartal auf diese Zahlungsform zurück.
Onlinehandel treibt den Trend
Vor allem im Onlinehandel ist „Buy Now, Pay Later“ stark verbreitet. 29 Prozent der Österreicher zahlen beim Online-Shopping bevorzugt später oder in Raten. Bei regelmäßigen Nutzer*innen (mindestens einmal pro Quartal) steigt dieser Anteil sogar auf 79 Prozent. Für sieben Prozent ist BNPL bereits Voraussetzung für einen Online-Kauf, bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 16 Prozent.
Gleichzeitig hat mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) die Zahlungsoption noch nie genutzt, rund 23 Prozent zeigen jedoch Interesse daran, künftig online oder offline später zu bezahlen.
Risiko der Verschuldung als größter Nachteil
Trotz der wachsenden Beliebtheit überwiegt bei vielen Konsument*innen die Skepsis: 60 Prozent sehen das Risiko der Verschuldung als größten Nachteil von „Buy Now, Pay Later“. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) befürchtet zudem finanzielle Schwierigkeiten und einen schlechteren Überblick über die eigenen Ausgaben. Nur sechs Prozent erkennen keinerlei Nachteile. Auffällig: Gerade junge Erwachsene sind sich der Risiken bewusst. 52 Prozent der 18- bis 29-Jährigen schätzen die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Ausgaben als hoch ein – bei den 60- bis 69-Jährigen sind es lediglich 22 Prozent.
bank99 rät zu bewusster Finanzplanung
„Insbesondere viele kleine Beträge führen häufig zu fehlender Transparenz über zukünftige Zahlungsverpflichtungen. Käufe des täglichen Bedarfs sollten nur bei unmittelbarer Zahlungsfähigkeit getätigt werden“, warnt Bernhard Hohenegger, Vorstand Markt der bank99, vor mangelnder Kostenübersicht. Bei größeren Anschaffungen empfiehlt die bank99, Finanzierungsoptionen im Vorfeld zu vergleichen. Klassische Konsumkredite könnten durch günstigere Zinssätze, flexible Laufzeiten und vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten Vorteile gegenüber Händlerfinanzierungen bieten. „Nur wer den Überblick über die eigene finanzielle Situation behält, kann verantwortungsvolle und nachhaltige Entscheidungen treffen“, so Hohenegger.
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