Das liebe Geld

bank99-Umfrage: Geld sorgt für Streit in Beziehungen - finanzielle Unabhängigkeit sexy macht

13.02.2026

Geld ist in Österreichs Beziehungen kein Tabu mehr – und trotzdem ein Streitthema. Eine aktuelle Umfrage der bank99 zeigt: Jede fünfte Partnerschaft kracht regelmäßig wegen Finanzen. Warum finanzielle Unabhängigkeit attraktiv macht und weshalb Paare meist getrennte Kassen führen.

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© Bank99/Calypso Art
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Geld und Liebe – passt das wirklich zusammen? Laut einer aktuellen Umfrage der bank99 sprechen 66 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher offen mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin über Finanzen. Bei Personen mit Matura sind es sogar 75 Prozent.

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Offen über Geld – aber nicht ohne Konflikte
„Geld ist in vielen Beziehungen nach wie vor ein sensibles Thema. Unsere Umfrage zeigt aber: Offene Kommunikation zahlt sich aus. Paare, die regelmäßig über ihre Finanzen sprechen, haben deutlich weniger Konflikte. Gerade zum Valentinstag wird klar: Es geht nicht darum, wie viel man ausgibt, sondern wie man gemeinsam mit Geld umgeht. Finanzielle Transparenz und gemeinsame Ziele schaffen Vertrauen – das ist eine gute Grundlage für eine stabile Beziehung“, meint Bernhard Hohenegger, Vorstand Markt der bank99.
Doch trotz dieser Offenheit gibt rund jedes fünfte Paar an, regelmäßig wegen Geld zu streiten. Frauen berichten dabei häufiger von Konflikten (20 Prozent) als Männer (16 Prozent). Immerhin: 64 Prozent beziehen ihre bessere Hälfte bei finanziellen Entscheidungen ein, wenn es einen konkreten Anlass gibt. 57 Prozent planen ihre Finanzen sogar regelmäßig gemeinsam.

Getrennte Kassen sind die Regel
Romantik hin oder her – beim Konto hört die Gemeinsamkeit oft auf. Nur 28 Prozent der Paare führen ein gemeinsames Konto. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) organisiert die Finanzen getrennt und teilt Kosten systematisch oder spontan auf. Vor allem ältere Paare über 49 setzen häufiger auf ein Gemeinschaftskonto. Jüngere unter 30 bevorzugen Mischmodelle: getrennte Konten für persönliche Ausgaben, ein gemeinsames für Fixkosten. 
Stadt oder Land macht ebenfalls einen Unterschied: In Städten wird eher genau nach Einkommen oder fixen Anteilen geteilt, am Land läuft vieles spontaner – oder es gibt gleich nur ein gemeinsames Konto.

„Geld macht sexy“ – aber nur bis zu einem gewissen Punkt
Eine überraschende Erkenntnis: 74 Prozent stimmen der Aussage „Geld macht sexy“ zu. Finanzielle Unabhängigkeit steigert die Attraktivität – besonders für Frauen (79 Prozent), aber auch für Männer (67 Prozent). Gleichzeitig lehnen 78 Prozent eine Beziehung ab, die nur aus finanziellen Gründen aufrechterhalten wird. Auffällig: Männer verschweigen mit 33 Prozent häufiger finanzielle Details als Frauen (26 Prozent). Problematisch wird es, wenn die Einstellungen auseinandergehen: Sparfuchs trifft Spendierhose. 77 Prozent sagen, dass unterschiedliche Ansichten über Geld eine Beziehung ernsthaft belasten können.

Zum Valentinstag zählt Zeit statt teure Geschenke
Passend zum Valentinstag zeigt sich: Gemeinsame Erlebnisse sind wichtiger als teure Präsente. Die Mehrheit der Befragten legt mehr Wert auf Zeit zu zweit als auf materielle Dinge. Zwar achten besonders Jüngere stärker auf finanzielle Ziele und materielle Aspekte, doch auch hier gilt: Erinnerungen schlagen Luxus.