Starke Verluste
Krypto-Knall: Darum stürzt der Bitcoin jetzt ab
28.05.2026Der Bitcoin ist am Donnerstag auf den niedrigsten Stand seit sechs Wochen gefallen.
Die Digitalwährung kostete auf der Handelsplattform Bitstamp 73.328 US-Dollar (63.013 Euro). Am Vortag hatte der Bitcoin noch rund 76.000 Dollar gekostet. Zeitweise sank der Bitcoin bis auf 72.622 Dollar und damit auf dem niedrigsten Stand seit dem 13. April.
Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs bestätigten sich zuletzt nicht. Die Lage verschärfte sich sogar wieder. Das US-Militär hat nahe der Straße von Hormuz eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden.
Nahostkonflikt sorgt für Unsicherheit
"Die erneuten militärischen Spannungen im Nahostkonflikt schüren neue Unsicherheit", kommentierte Timo Emden, Analyst bei Emden Research. "Anleger stecken im Klammergriff geopolitischer Risiken sowie anhaltenden Inflations- und Zinssorgen fest." Die Risikobereitschaft der Anleger wird durch die Unsicherheit gedämpft. Der Bitcoin gilt als riskante Anlageform.
Eine deutliche Erholung des Bitcoin gilt auch angesichts der Geldpolitik der Notenbanken als unwahrscheinlich. Die gestiegenen Inflationsgefahren dürften sich auch auf die Zinspolitik auswirken. So wird überwiegend erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ihren Leitzins anheben wird. In den USA wird keine Leitzinssenkung mehr erwartet und eine Zinserhöhung im späteren Jahresverlauf nicht ausgeschlossen. Höhere Zinsen machen den Bitcoin weniger attraktiv, da er selbst keine Zinserträge bringt. "Der Kryptomarkt bewegt sich derzeit in einem Spannungsfeld aus geopolitischen Risiken, Inflationssorgen und dem Entzug billiger Liquidität", schreibt Emden.