EU-Rat berät Einkaufsgemeinschaft für Arzneimittel
Diese Einkaufsgemeinschaft soll auf Freiwilligkeit beruhen. Allerdings sind die rechtlichen Folgen noch nicht völlig klar, hieß es am Dienstag in EU-Ratskreisen in Brüssel. Nach derzeitigem Stand wollen 14 EU-Staaten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen, sieben weitere haben eine vorläufige Absichtserklärung abgegeben. Österreich hat sich grundsätzlich ebenfalls positiv geäußert, doch gilt es noch zuvor, eine Koordinierung innerhalb der anderen Ressorts herbeizuführen.
Bei der Schweinegrippe beispielsweise hat es innerhalb der Staaten Preisunterschiede bei den Medikamenten bis zu 40 Prozent gegeben. Deswegen sei in der EU die Idee gereift, die Einkaufskraft zu bündeln. Grundsätzlich soll diese Einkaufsgemeinschaft eben für Schweinegrippe oder Vogelgrippe gelten, aber auch bei Aids zur Anwendung kommen können. Medikamente gegen Krebs seien dagegen von der Vereinbarung nicht erfasst.
Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) wird nicht nach Luxemburg reisen. Österreich ist beim Rat auf Botschafterebene vertreten.