Europas Leitbörsen schließen mit Verlusten

20.06.2014

Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag nach einem Handelstag mit unterdurchschnittlichem Volumen mehrheitlich mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 12,44 Einheiten oder 0,38 Prozent auf 3.302,36 Zähler.

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Der Konjunkturkalender war am Freitag eher dünn befüllt. Einzige die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone stand auf der Agenda. Diese hat sich im Juni überraschend eingetrübt. Das Barometer für die Konsumlaune sank von minus 7,1 Punkten auf minus 7,4 Zähler, wobei Analysten mit einem Anstieg gerechnet hatten.

Der sogenannte "Hexensabbat", also der Tag an dem Termingeschäfte auf Aktien oder Indizes abgerechnet werden, stand an diesem Freitag an. An diesem Tag ist eine erhöhte Volatilität nicht unüblich, Experten hatten aber bereits mit dem Ausbleiben des Effekts aufgrund des ereignisarmen Konjunkturkalenders gerechnet.

Auf der Unternehmensseite stand der Übernahmepoker um Alstom klar im Blickfeld. Nach der Aufbesserung des Angebots am Donnerstag durch General Electric (GE) zogen heute auch Siemens und Mitsubishi nach. Am Abend gab Frankreichs Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg bekannt, dass der französische Staat selbst mit 20 Prozent bei Alstom einsteigen werde. Damit werde Frankreich größter Anteilseigner, so Montebourg. Zudem favorisiere die französische Regierung das Angebot von GE. Im Energiebereich solle nun eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Alstom und GE geschaffen werden.

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