Wiener Börse

ATX nach volatiler Sitzung noch im Plus

21.05.2010

Nach einer äußerst volatilen Sitzung schaffte es der heimische Leitindex ATX doch noch ins Plus. Das Tagestief erreichte der ATX am Nachmittag bei 2.334,68 Zählern, was einem Abschlag zum Vortagesschlusswert von 2,09 Prozent entspricht. Nach Erreichen des Tiefststandes konnte sich der ATX dann deutlich erholen und bis zum Börsenschluss in den freundlichen Bereich vorkämpfen.

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© Michele Pauty/TZ ÖSTERREICH
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Marktteilnehmer verwiesen auf die Erholung der US-Börsen als positiven Antriebsfaktor im Späthandel. Es setze sich aktuell die Ansicht durch, dass der Ausverkauf in der laufenden Woche über den potenziellen Schaden durch die Schuldenkrise in Europa hinausgeschossen war.

Nach mehrmaligen Wechseln zwischen Plus und Minus setzten insbesondere die Finanzwerte am Nachmittag zu einer massiven Aufholjagd an. Erste Group sprangen 4,52 % auf 30,78 Euro nach oben. Raiffeisen International verbesserten sich um 2,23 % auf 34,34 Euro an.

Auch die voestalpine konnte sich mit plus 1,86 % auf 22,51 Euro deutlich nach vorne kämpfen. OMV erhöhten sich vor dem Hintergrund minimal gestiegener Ölpreise um 0,24 % auf 25,52 Euro. Stark auf den ATX drückten dagegen die bwin-Aktien, die nachrichtenlos um 5,92 % auf 38 Euro absackten.

Telekom Austria gewannen 0,8 % auf 10,06 Euro. Die Experten von Goldman Sachs hatten das Kursziel für die Titel von 12,7 auf 13,2 Euro erhöht und zudem die Kaufempfehlung bekräftigt.

Gleich zwei Kurszielanhebungen gab es für Schoeller-Bleckmann, deren Titel um 1,34 % auf 37,75 Euro zulegten. Fast den ganzen Handel über zählten die Papiere zu den besten Werten im ATX, im Schlussendspurt wurden sie aber von den Finanzwerten überholt.

Flughafen Wien verloren am Tag ihrer Zahlenbekanntgabe 0,28 % auf 38,90 Euro. Die Ergebnisse zum 1. Quartal des Flughafenbetreibers fielen im Rahmen der Erwartungen bzw. leicht darunter aus. Im Handelsverlauf zeigten sich die Papiere mit deutlich höheren Abschlägen, was Händler aber nicht in den Zahlen begründet sahen. Vielmehr verwies ein Händler auf die laufende Diskussion mit der AUA, die dem Flughafen mangelnde Kooperation vorwirft. Sollte es im schlimmsten Fall zu einem Abzug der Osteuropa-Flüge nach Frankfurt kommen, würde dies starke Einbußen für den Flughafen bedeuten, hieß es.

Quartalszahlen gab es auch von ECO Business. Der Immobilienentwickler konnte von Jänner bis März dank eines Redimensionierungsprogramms das Konzernergebnis nach minus 9,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum nun auf plus 3,4 Mio. Euro drehen. Die Titel büßten dennoch 2,77 % auf 4,91 Euro ein.

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag
1. UNIQA VERSICHERUNGEN AG +4,83 Prozent
2. ERSTE GROUP BANK AG +4,52 Prozent
3. IMMOFINANZ AG +3,81 Prozent
4. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG +2,23 Prozent
5. LINZ TEXTIL HOLDING AG +2,13 Prozent
6. VOESTALPINE AG +1,86 Prozent
7. SCHOELLER-BLECKMANN AG +1,34 Prozent
8. TEAK HOLZ INT. AG +0,88 Prozent
9. TELEKOM AUSTRIA AG +0,80 Prozent
10. RHI AG +0,73 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer
1. SCHLUMBERGER AG ST -12,53 Prozent
2. BWIN INT. ENTERT. AG -5,92 Prozent
3. WIENERBERGER AG -3,74 Prozent
4. AGRANA BETEILIGUNGS-AG -3,73 Prozent
5. POLYTEC HOLDING AG -3,40 Prozent
6. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG -2,77 Prozent
7. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD -2,75 Prozent
8. WOLFORD AG -2,58 Prozent
9. VIENNA INSURANCE GROUP -2,48 Prozent
10. EVN AG -2,30 Prozent

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