Wiener Börse

ATX schwach bei 2.148,73 Punkten

02.10.2014

Der ATX verlor 12,98 Punkte bzw. 0,59 Prozent auf 2.177,23 Zähler.

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© APA / Roland Schlager
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Die Wiener Börse hat am Donnerstag nach der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich schwächer geschlossen. Der ATX fiel 41,48 Punkte oder 1,89 Prozent auf 2.148,73 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,58 Prozent, DAX/Frankfurt -1,73 Prozent, FTSE/London -1,49 Prozent und CAC-40/Paris -2,48 Prozent.

Die Wiener Börse tendierte dabei wie die übrigen Handelsplätze Europas nach schwachen Übersee-Vorgaben bereits am Vormittag im Minus. Deutlich abwärts ging es nach der Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi im Rahmen der Zinssitzung der Notenbank, bei dem sie ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent beließ. Zwar hatte Draghi angekündigt, dass die EZB ab Mitte Oktober mit Forderungen gedeckte Anleihen (Covered Bonds) und ab dem vierten Quartal 2014 Kreditverbriefungen (Asset Backed Securities, ABS) kaufen wird.

Doch Marktteilnehmern zufolge fehlte den Investoren eine realistische Angabe, in welchem Ausmaß die EZB mit ihren Wertpapierkäufen tatsächlich aktiv werde. Nach der Pressekonferenz der EZB-Chefs weitete die Wiener Börse ebenso wie die übrigen europäischen Indizes ihre Verluste deutlich aus. Die Analysten von JPMorgan fordern eine Verschnaufpause für die EZB und Draghi. Die Notenbank habe zuletzt in kurzen Abständen große Maßnahmen zur Krisenbekämpfung gesetzt. Nun müsse man ihr Zeit geben, damit sie deren Wirkung betrachten kann.

Größte Verlierer im ATX waren die Aktien der OMV, die dem vom eingebrochenen Ölpreis belasteten Sektor mit einem Minus von 4,69 Prozent auf 25,23 Euro folgten. Auch die Bankaktien gerieten europaweit unter Druck, in Wien knickten Erste Group um 2,34 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) um 2,13 Prozent ein. Die Analysten von Barclays reduzierten ihr Kursziel für die RBI-Aktie von 24,7 auf 21,7 Euro. Die Empfehlung blieb unverändert auf "Equal Weight". Auch die Analysten der Deutschen Bank hatten ihr Kursziel für die RBI von 24 auf 19 Euro gesenkt. Ihr Votum blieb auf "Hold". Grund für die Kurszielreduktionen war die Gewinnwarnung, welche die RBI letzte Woche verlautbarte. RBI fielen 0,38 Prozent auf 17,10 Euro.

Auch weitere schwache Schwergewichte belasteten die Wiener Börse, darunter voestalpine (minus 1,91 Prozent), Immofinanz (minus 2,70 Prozent) und Lenzing (minus 1,35 Prozent).

RHI notierten mit minus 0,97 Prozent bei 21,50 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktie von 26,0 auf 26,30 erhöht. Das Votum bleibt unverändert "Buy".

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