Nikkei 225

Börse Tokio schließt etwas höher

05.07.2017

Konjunkturdaten halfen: Dienstleister nehmen Fahrt auf.

Zur Vollversion des Artikels
© AP
Zur Vollversion des Artikels

Japans Börsen haben sich am Mittwoch von dem ersten Schock nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest erholt und etwas fester geschlossen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schüttelte im Handelsverlauf seine frühen Verluste ab und schloss 0,25 Prozent oder 49,28 Punkten im Plus bei 20.081,63 Punkten. Der Topix Index stieg um 8,93 Punkte oder 0,55 Prozent auf 1.618,63 Einheiten.

Dabei halfen jüngsten Konjunkturdaten: Der Nikkei Einkaufsmanagerindex für die Dienstleistungsbranche war auf den höchsten Stand seit August 2015 gestiegen. Der Index stieg von 53,0 Punkten im Mai auf 53,3 Zähler im Juni.

Zudem wollen die EU und Japan wollen kurz vor dem G-20-Gipfel eine Grundsatzeinigung über ein umfassendes Freihandelsabkommen verkünden. Bei einem Spitzentreffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Brüssel solle am Donnerstag eine "politische Vereinbarung" bekannt gegeben werden. Mit dem geplanten Freihandelsabkommen wollen die EU und Japan Zölle und andere Handelshemmnissen abbauen. So ist unter anderem vorgesehen, Zugangsbeschränkungen bei öffentlichen Aufträgen zu beseitigen und Dienstleistungsmärkte zu öffnen. Das soll Wachstum und neue Jobs schaffen. Japan ist nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und damit ein äußerst interessanter Absatzmarkt für europäische Unternehmen.

Allerdings bleibt die politische Lage nach dem Test einer Interkontinentalrakete durch Nordkorea angespannt. Für den Nachmittag ist von den USA eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt worden.

Branchenseitig notierten einige Pharmawerte im roten Bereich. So fielen die Aktien von Chugai Pharma um 1,67 Prozent. Auch Sumitomo Dainippon Pharma verloren 0,77 Prozent sowie Takeda Pharma um 0,62 Prozent. Astellas Pharma gaben 0,25 Prozent ab.

Hingegen höher stiegen die Papiere der Rohstoffunternehmen. Dowa legten um 2,22 Prozent zu. Auch Kobe Steel (plus 1,68 Prozent) und Nippon Steel (plus 1,77 Prozent) präsentierten sich mit Kursaufschlägen.

Zur Vollversion des Artikels