Europas Börsen schwächer erwartet

24.11.2009

"Nach den kräftigen Gewinnen wären Gewinnmitnahmen auch keine Überraschung, zudem haben die endgültigen Zahlen von Hewlett-Packard (HP) etwas enttäuscht und werfen wieder Fragen über die Erholung der Wirtschaft auf", sagte ein Börsianer.

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© Reuters
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Der Future auf den EuroStoxx 50 lässt eine um 1,04 % tiefere Eröffnung erwarten, nachdem der europäische Leitindex am Vortag mehr als 2 % gewonnen hatte. In London wird der FTSE 100 von Finspreads mit 0,75 % im Minus erwartet.

Händler erwarten einen ruhigen Handel, es gebe wenig marktbewegende Nachrichten. "Die große Geschichte könnte Lloyds Banking Group mit der Kapitalbeschaffung werden", vermutet Marktanalyst Ben Potter von IG Markets. Der große Abschlag bei der Kapitalerhöhung der britischen Bank und auch das hohe Volumen könne anderen Aktienwerten die Unterstützung entziehen. Die angeschlagene Bank tauscht alte Anleihen in neue Papiere um, die sie notfalls in dringend benötigtes Eigenkapital umwandeln kann. Außerhalb der USA werden Papiere im Wert von 8,78 Mrd. britischen Pfund (9,73 Mrd. Euro) umgetauscht, in den USA sollen Anleihen über knapp 1 Mrd. Dollar hinzukommen.
Unterdessen erwägt Marsh & McLennan dem "Daily Telegraph" zufolge den Kauf eines Teils des Versicherungsgeschäfts von HSBC Holdings.

In Frankreich will Pinault-Printemps-Redoute (PPR) seine europäischen Einzelhandelstöchter verkaufen, und zwar "je schneller desto besser", schreibt das "Wall Street Journal" nach einem Gespräch mit dem CEO des französischen Luxusgüterkonzerns, Francois-Henri Pinault.

Einige Analystenstimmen könnten die entsprechenden Einzelwerte bewegen. So hat JPMorgan die Aktien von Carrefour von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 33 auf 40 Euro erhöht. Unterdessen äußerten sich die Analysten der UBS positiv zum europäischen Luxus- und Konsumgütersektor. Sowohl Compagnie Financiere Richemont als auch LVMH, Burberry, Bulgari und die Titel der Swatch Group wurden mit einer Kaufempfehlung aufgenommen. Der Schweizer Uhrenhersteller wurde zudem auf die "Key Call List" gesetzt.

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