Europas Leitbörsen eröffnen uneinheitlich

17.05.2010

Die Papiere von Bauunternehmen sind nach Hochtief-Zahlen stark unter Druck - Man hofft nun auf Impulse durch US-Konjunkturdaten.

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© Reuters
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Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im frühen Handel uneinheitlich tendiert. Um 10.35 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 6.077,28 Punkten, das entspricht einem Plus von 20,57 Einheiten oder 0,34 %. In London stieg der FT-SE-100 30,3 Einheiten oder 0,58 % auf 5.293,18 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts-und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 gewann 4,10 Einheiten oder 0,16 % auf 2.638,02 Punkte.

Asien schwächelt

Im Sog anhaltender Sorgen um die Finanzlage der Eurozone gaben die Übersee-Börsen sehr schwache Vorgaben mit auf den Weg: In Tokio fiel der Nikkei-225-Index um über 2 % und erreichte ein Zehnwochentief. Als Belastungsfaktor machten Händler auch den weiter schwachen Euro aus, der zuletzt auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren notierte. Die Terminagenda ist überschaubar, so dass neue Impulse hauptsächlich von US-Konjunkturdaten am Nachmittag ausgehen dürften.

Deutliches Minus am Bau

Der europäische Branchenindex für Bauunternehmen sank um 1,47 % und verbuchte damit die größten Abschläge unter allen Sektoren. Mit Blick auf die Einzelwerte verloren die Aktien von Hochtief nach Zahlen mit einem Minus von 6,73 % auf 54,87 Euro am stärksten im Euro-Stoxx. Papiere des griechische Unternehmens Titan Cement verloren deutlich um 6,00 % auf 15,83 Euro.

Fluglinien leiden unter Aschewolke

Fluglinien rückten wegen neuer Beeinträchtigungen durch die Vulkanasche aus Island im Blickfeld. Nachdem schon am Wochenende wieder Flughäfen geschlossen wurden, kam es auf dem Londoner Flughäfen und in Amsterdam auch am Montag noch zu großen Behinderungen. Air France-KLM gaben 4,16 % auf 9,88 Euro ab.

Im Finanzsektor gaben Aktien von Prudential 1,57 % auf 534 Pence nach. Der Versicherer will zur Übernahme des AIG-Asiengeschäfts neue Aktien ausgeben. Bei der Man Group steht einer Fusion mit dem Hedgefonds GLG Partners nichts mehr im Wege, nachdem beide Parteien dem Vorhaben zustimmten. Papiere der MAN Group verloren 4,15 % auf 212,3 Pence.

Aktien von BP legten dagegen 2,15 % auf 541,6 Pence zu. Der Ölkonzern teilte mit, dass es Fortschritte bei der Abdichtung des Öllecks im Golf von Mexiko gebe.

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