Im Frühhandel

Europas Leitbörsen mit moderaten Gewinnen

18.09.2014

Der Euro-Stoxx-50 stieg 0,24% oder 7,71 Punkte auf 3.245,15 Einheiten.

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Die europäischen Leitbörsen haben den Handel am Donnerstag mit moderaten Kursgewinnen begonnen. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.40 Uhr mit plus 0,24 Prozent oder 7,71 Punkte bei 3.245,15 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,30 Prozent oder 29,22 Zähler auf 9.690,72 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,03 Prozent oder 2,05 Punkten auf 6.782,95 Einheiten.

Für leichten Auftrieb sorgte die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend. Die US-Währungshüter haben die Zinsen erneut unverändert gelassen und angekündigt, diese auch "geraume Zeit" nach dem für Ende Oktober angepeilten Ende der Konjunkturhilfen weiter auf einem niedrigen Niveau zu halten. Zudem wurden die Anleihenkäufe erneut gedrosselt. Damit werden die monatlichen Wertpapierkäufe um weitere 10 auf 15 Mrd. Dollar gekürzt.

Daneben bleibt das Schottland-Referendum im Fokus. Meinungsforschern zufolge dürfte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern einer schottischen Abspaltung von Großbritannien geben. Außer dem Referendum in Schottland dürfte zudem der Start der Vergabe langfristiger Kredite der Europäischen Zentralbank (EZB) an die europäischen Banken einen Blick wert sein.

An die Spitze des Euro-Stoxx-50 kletterten Bayer mit plus 4,33 Prozent auf 110,75 Euro. Der Pharma- und Chemiekonzern will seine Kunststoffsparte MaterialScience abspalten und an die Börse bringen. Der Konzern werde sich künftig auf die Bereiche Pharma und Agrarchemie fokussieren. Den Plänen des Vorstands müsse allerdings der Aufsichtsrat zustimmen, der noch heute zusammenkomme.

Indessen setzte Henkel mit der Übernahme des US-Unternehmens The Bergquist Company seine Einkaufstour in den USA fort. Zu finanziellen Details der Transaktion schwieg sich der Konsumgüterkonzern aus. Bergquist hatte 2013 mit rund 1.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 130 Mio. Euro erzielt und ist auf Lösungen für die Elektronikindustrie spezialisiert. Henkel fielen im Frühhandel um minimale 0,06 Prozent auf 83,00 Euro.

Weit unten im europäischen Leitindex waren indessen Siemens zu finden. Händler verwiesen auf die Fusionsgespräche zweier Konkurrenten sowie auf die gestrigen Aussagen des Mischkonzerns über konjunkturelle Unsicherheiten, die etwas auf die Stimmung drückten. Der Schweizer Industriekonzern Sulzer (plus 8,98 Prozent) spricht mit dem amerikanischen Maschinenbaukonzern Dresser-Rand über eine mögliche Fusion. Die Amerikaner hätten bisher als mögliches Übernahmeziel von Siemens gegolten, betonte ein Börsianer. Siemens fielen um 0,82 Prozent auf 97,43 Euro.

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