Schluss

Europas Leitbörsen überwiegend im Plus

16.10.2013

Im erbitterten US-Haushaltsstreit deutet sich eine Lösung an

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Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch überwiegend höher aus dem Handel gegangen. Im erbitterten US-Haushaltsstreit deutet sich eine Lösung an. Die Demokraten und Republikaner im Senat hätten sich auf die Erhöhung der Schuldengrenze und die Öffnung der US-Verwaltung geeinigt, berichtete unter anderem der US-Sender CNN. Im Laufe des Tages könnte es zu einer Abstimmung über das Gesetz kommen, dass aber auch das Repräsentantenhaus passieren muss.

Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,36 Prozent auf 3.015,40 Zähler. In einer Branchenbetrachtung gab es die stärksten durchschnittlichen Kursgewinne im europäischen Telekomsektor zu sehen. Auch Finanzwerte standen in der Gunst der Anleger weit oben. Unter den Banken gewannen Intesa San Paolo 3,34 Prozent und ING Groep verbuchten ein Plus von 2,19 Prozent. Die Telekomaktie Orange zog nach positiveren Analystenmeinungen 2,65 Prozent an.

Deutliche Kursabschläge bei den Aktien von LVMH drückten den Sektor für Konsum- und Haushaltsgüter. Der Umsatz des französischen Luxuskonzerns aus dem dritten Quartal fiel schwächer aus als von Experten erwartet. Die LVMH-Titel brachen am Euro-Stoxx-50-Ende 4,25 Prozent ein.

   Sehr schwach zeigten sich auch die Aktien von Danone mit minus 2,28 Prozent. Nach dem Rückruf von Babynahrung in Asien kappte der französische Lebensmittelkonzern Danone seine Jahresziele. Zudem verbuchte der Hersteller von Activia-Joghurt und Evian-Wasser im dritten Quartal einen geringeren Umsatzzuwachs als allgemein von Analysten erwartet worden war.

Die Papiere ASML verloren nach Zahlen 3,02 Prozent. Der Umsatz des niederländischen Chipindustrie-Ausrüsters habe im dritten Quartal ihre Erwartungen verfehlt, kommentierten Commerzbank-Analysten.

In Frankfurt zählten Versorgeraktien zu den Favoriten. Eon kletterten um 1,71 Prozent und RWE zogen um 0,85 Prozent an. Ein Händler sagte, die Beteiligung der Grünen an einer Regierungskoalition in Deutschland wäre der schlimmste Fall für die deutschen Versorger gewesen. Die Absage an weitere Sondierungsgespräche mit der Union und an mögliche schwarz-grüne Koalitionsverhandlungen habe demnach positiv auf die Aktienkurse der Konzerne gewirkt.

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