US-Börsen erneut fester erwartet

22.12.2009

Die US-Börsen dürften am Dienstag erneut mit Gewinnen in den Handel starten und damit an den Kurszuwachs vom Vortag anknüpfen. Vor Börsenbeginn rückten bereits die endgültigen BIP-Zahlen zum dritten Quartal in den Vordergrund, die allerdings mit einem Anstieg von 2,2 % schlechter ausfielen als prognostiziert.

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Im weiteren Handel warten Anleger dann noch auf die neuesten Daten vom US-Häusermarkt. "Sollten die Immobiliendaten stark ausfallen, wäre dies ein weiteres Zeichen dafür, dass die Wirtschaftsindikatoren in die richtige Richtung zeigen", sagte Kim Caughey, Research-Analyst bei Fort Pill Capital Group.

Der Autobauer Ford will in den USA weiter Personal abbauen. 41.000 Angestellten wurden Abfindungen in Höhe von bis zu 75.000 Dollar angeboten, hieß es vom Unternehmen.

"Wir haben noch immer einen Überschuss an Angestellten in der Fertigung, und wir arbeiten mit der Gewerkschaft UAW zusammen, um zu versuchen, das zu regeln", sagte Ford-Sprecherin Marcey Evans kurz vor Börsenschluss am Montag. Zudem steht Ford nach einem Pressebericht kurz vor dem Verkauf seiner schwedischen Tochter Volvo an die chinesische Zhejiang Geely Holding Group. Zwar sei ein endgültiger Vertragsabschluss noch nicht erfolgt, doch in zentralen Aspekten sei bereits eine Einigung erzielt worden, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf mehrere den Verhandlungen nahe stehenden Personen.

Ferner sollten Anleger ein Auge auf Boeing werfen. Der US-Flugzeugbauer kauft den Anteil von Alenia North America an Global Aeronautica, das den Flugzeugrumpf des Boeing-Dreamliners 787 baut. Zudem soll der Flugzeugbauer aus Seattle zehn Maschinen an die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) liefern. Die Bestellung von jeweils fünf Jets des Typs 777-200 und 767-300 hat einen Wert laut Preisliste von etwa 2 Mrd. Dollar.

Im Bankensektor stehen State Street im Rampenlicht. Der US-Finanzdienstleister will sich internationaler aufstellen und übernimmt das Wertpapier-Dienstleistungsgeschäft (ISPSS) der Intesa SanPaolo in Italien und Luxemburg. Der Kaufpreis beträgt zirka 1,87 Mrd. Dollar in bar.

Von den Unternehmen mit Quartalszahlen dürfte vor allem der Halbleiterkonzern Micron Technology hervorstechen. Darüber hinaus berichten der Softwarekonzern Red Hat und der Berufsbekleidungshersteller Cintas über ihre jüngste Geschäftsentwicklung.

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