US-Börsen

Nasdaq knickt um 3,1 Prozent ein

10.04.2014

Der Dow Jones fiel um 266,96 Einheiten oder 1,62% auf 16.170,22 Zähler.

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Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag einhellig tiefrot geschlossen. Der Dow Jones schwächte sich um 266,96 Einheiten oder 1,62 Prozent auf 16.170,22 Zähler ab. Der S&P-500 Index verlor 39,09 Punkte (minus 2,09 Prozent) auf 1.833,09 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index brach gar um 129,79 Einheiten oder 3,10 Prozent auf 4.054,11 Zähler ein.

Schnell verflogen war dabei die Freude über das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed vom Vortag und die wohl später als erwartete beginnende Leitzinserhöhung der Zentralbanker. Auch die Nachricht, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark auf ihren Tiefststand seit Mai 2007 gesunken waren, änderte nichts am negativen Sentiment. Dieses wurde durch unerwartet schwache Handelszahlen Chinas verstärkt. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sind Exporte und Importe im März überraschend gefallen.

Börsianer sprachen von einer Korrekturbewegung bei rendite- und risikoreicheren Aktien. Einige der größten Kursgewinner des vergangenen Börsenjahres würden daher zunehmend unter Druck geraten. Nun seien defensivere und wertbeständigere Papiere wieder verstärkt gefragt, hieß es weiter. Die Nachfrage nach neuen US-Staatsanleihen war gar so groß, wie seit Dezember nicht mehr, konstatierten Marktteilnehmer.

Unter den Einzelwerten gerieten insbesondere Internet- und Biotechwerte unter Verkaufsdruck: So rutschten aus dem Biotechnologiesektor Gilead Sciences um 7,32 Prozent und Amgen um 4,91 Prozent ab, Biogen brachen um 4,43 Prozent ein. Auch Aktien von Internetunternehmen standen ganz oben auf den Verkaufslisten. Arg erwischte es unter anderem Zynga (minus 6,86 Prozent), Groupon (minus 4,85 Prozent), Netflix (minus 5,18 Prozent), Facebook (minus 5,21 Prozent), Amazon (minus 4,43 Prozent), Yahoo (minus 4,22 Prozent), Ebay (minus 3,24 Prozent) und Google (minus 3,59 Prozent).

Daneben sorgten Zahlenvorlagen für Bewegung. Rite Aid übertrafen mit ihrem Ausblick für 2015 die Analystenschätzungen. Außerdem gab die Apothekenkette die Übernahme des texanischen Krankenhausbetreibers RediClinic bekannt. Die Papiere legten daraufhin um satte 8,44 Prozent auf 6,94 Dollar zu.

Chevron verloren 2,02 Prozent auf 116,69 Dollar. Der US-Konzern hat am Vorabend nach Börsenschluss einen zum Vorjahr sinkenden Quartalsgewinn angekündigt. Das Geschäft mit der Exploration und Förderung habe unter wetterbedingten Produktionsausfällen gelitten, begründete der Öl-Konzern. Bei der Verarbeitung und dem Vertrieb von Mineralölprodukten habe es aufgrund von höheren Wartungsaktivitäten bei zahlreichen Raffinerien einen Rückgang der Rohölmenge gegeben.

Zudem stehen im Zuge der noch jungen US-Berichtssaison am morgigen Freitag die Quartalszahlen der Großbanken JPMorgan und Wells Fargo an. Die Aktien von JPMorgan notierten im Vorfeld dessen mit minus 3,16 Prozent bei 57,40 Dollar, jene von Wells Fargo schwächten sich um 2,83 Prozent auf 47,71 Dollar ab.

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