Wiener Börse

ATX geht leichter ins Wochenende

06.09.2013

Der ATX fiel um 5,92 Punkte oder 0,24 Prozent auf 2.497,23 Zähler

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© APA / Roland Schlager
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Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag mit etwas tieferen Notierungen beendet. Geprägt wurde der Handelstag von den Sorgen um Syrien sowie vom US-Arbeitsmarktbericht. Der ATX fiel 5,92 Punkte oder 0,24 Prozent auf 2.497,23 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund sieben Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.490 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,19 Prozent, DAX/Frankfurt +0,38 Prozent, FTSE/London +0,12 Prozent und CAC-40/Paris +0,93 Prozent.

Im Vormittagshandel hielten sich die Anleger im Vorfeld der US-Daten weitgehend zurück. Am Nachmittag erhielten die Börsen dann etwas Auftrieb, nachdem der monatliche US-Arbeitsmarktreport die Prognosen verfehlt hatte. Die enttäuschenden Daten dämpften die Erwartung einer Wende der US-Geldpolitik noch in diesem Monat.

Im späten Handel rückten jedoch die Unsicherheiten rund um Syrien wieder in den Vordergrund, nachdem Russland Syrien im Falle eines Angriffs weitere Hilfen zugesichert hatte. Auf dem heute zu Ende gegangenen G-20-Gipfel konnte keine Einigung in der Syrien-Krise erzielt werden. US-Präsident Barack Obama hatte bei dem Treffen um internationalen Rückhalt bezüglich eines möglichen Militärschlags gegen Syrien geworben.

An die Spitze der Kurstafel setzten sich Zumtobel mit plus 3,72 Prozent auf 11,31 Euro. Bereits am Vortag hatten die Aktien im Anschluss an eine Reihe neuer Analysteneinschätzungen ein Kursplus von mehr als drei Prozent aus dem Handel mitnehmen können. Der Leuchtenhersteller geht mit einem Wochenplus von knapp über 20 Prozent ins Wochenende. Zumtobel hatte am Dienstag seine Zahlen für das erste Quartal 2013/14 vorgelegt, zudem wechselt das Unternehmen seinen Vorstand aus. Mit 1. Oktober wird Ulrich Schumacher Vorstandsvorsitzender und interimistisch auch Finanzchef.

Als zweitstärkster Wert schlossen Warimpex mit einem Zuschlag von 2,33 Prozent auf 1,32 Euro. Die Zloty-Unternehmensanleihe der Warimpex Finanz-und Beteiligungs AG im Nennwert von insgesamt rund 15,1 Mio. Euro (63,1 Mio. Zloty) mit einem Nominalwert von rund 250 Euro je Anleihe ist seit 30. August 2013 - neben der Notierung an der Warschauer Börse - auch zum Handel im Dritten Markt der Wiener Börse einbezogen worden, hieß es von Unternehmensseite.

Europaweit waren weiters Versorger gesucht, nachdem die Analysten der Societe Generale ihr Votum für die Branche von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft hatte. Auch die heimischen Branchenvertreter schlossen sich dem positiven Trend an: So zogen Verbund um 1,95 Prozent auf 15,16 Euro an und EVN legten 1,72 Prozent auf 10,12 Euro zu.

Belastet wurde der ATX jedoch von schwachen Finanzwerten. So sackten Erste Group um 1,92 Prozent auf 24,56 Euro und damit ans Ende der Kurstafel ab. Raiffeisen verloren 0,17 Prozent auf 26,23 Euro und Vienna Insurance Group büßten 0,88 Prozent auf 38,95 Euro ein. Auch Metallwerte gingen mit einem deutlichen Minus aus der Sitzung. voestalpine verloren 1,32 Prozent auf 34,05 Euro und AMAG gaben 2,81 Prozent auf 20,22 Euro ab.

   Indessen zogen OMV um 0,77 Prozent auf 36,04 Euro an. In der Barentsee am nördlichen Rand Europas hat der Öl- und Gaskonzern erhebliche Mengen an Öl gefunden. Eine Aufschlussbohrung ergab eine vorläufige Schätzung der Vorräte von 60 bis 160 Mio. Barrel.

 

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