Bundesanleihen

Bund nimmt 1,65 Milliarden Euro auf

04.04.2011


Österreich holt sich Geld von den internationalen Kapitalmärkten.

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© APA/HERBERT PFARRHOFER
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Die Republik Österreich wird morgen, Dienstag, über die internationalen Kapitalmärkte bis zu 1,65 Milliarden Euro frisches Kapital aufnehmen. Geplant ist die Aufstockung von zwei Bundesanleihen in Form eines Auktionsverfahren. Betroffen davon ist die mit Jahresbeginn neu aufgelegte 3,65-Prozent-Emission 2011-2022 mit einer Laufzeit von rund elf Jahren, sowie die 3,20-Prozent-Emission 2010-2017 mit Restlaufzeit von rund sechs Jahren, teilt die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) auf ihrer Homepage mit.

Erst Anfang März 1,35 Milliarden aufgenommen
Bei der letzten Auktion Anfang März betrug das Neuemissionsvolumen inklusive Bundesanteil rund 1,35 Milliarden Euro. Die Emissionen waren fast dreifach überzeichnet. Laut ÖBFA-Chefin Martha Oberhauser hatten die geopolitischen Spannungen in Nordafrika die Nachfrage nach sicheren Anleihen "positiv beeinflusst". Der Zinsabstand bei der 3,65-Prozent-Emission 2011-2022 zur deutschen Benchmark-Anleihe lag vor einem Monat bei 33 Basispunkten, die durchschnittliche Rendite bei 3,647 Prozent. Die Spreads würden noch immer über dem Niveau liegen, das aufgrund der Fundamentaldaten gerechtfertigt wären, meinte Oberndorfer.

In diesem Jahr bereits 8,7 Milliarden vom Finanzmarkt geholt
Inklusive der für morgen geplanten Neuaufnahme hat die Republik in diesem Jahr bereits rund 8,7 Milliarden Euro Bundesanleihen emittiert. Im Gesamtjahr 2011 ist ein Gesamtvolumen von 16 bis 19 Milliarden Euro geplant. Das bedeutet gegenüber 2010 (22 Milliarden Euro) einen Rückgang um bis zu einem Viertel. Mit zusätzlichen Finanzierungsinstrumenten wie Schatzscheinen oder Privatplatzierungen will die ÖBFA auf eine Gesamtemissionssumme von 22 bis 25 Milliarden Euro kommen, gegenüber rund 27 Milliarden Euro im Jahr 2010. Insgesamt hatte Österreich per Ende 2010 Finanzschulden in Höhe von 176,8 Milliarden Euro, davon entfielen rund 152,3 Milliarden auf Euro-Anleihen und 3,6 Milliarden Euro auf Anleihen in Fremdwährungen.

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