Erstmals Negativ-Zinsen

Österreich verdient Geld mit Schulden

18.07.2012

Investoren zahlen Geld dafür, dass sie unsere Anleihen kaufen dürfen.

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© TZ ÖSTERREICH/Kernmayer
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Österreich ist bei Investoren derzeit so beliebt, dass sie sogar etwas draufzahlen, damit sie unsere Staatsanleihen kaufen dürfen. Erstmals notierten Bundesanleihen mit zweijähriger Laufzeit jetzt mit einem sogenannten Negativ-Zins (rund -0,06 %). Das heißt: Der Bund finanziert sich nicht nur günstig, er verdient sogar etwas an seinen Schulden. Die Anleger sehen Österreich als hoch vertrauenswürdigen Markt -in einer Linie mit den Triple-A-Staaten Deutschland, den Niederlanden und Finnland. Dass wir das Top-Rating nicht mehr uneingeschränkt haben, macht offenbar nichts.

"Dass wir Geld bekommen, dafür dass Anleger ihr Geld zwei Jahre bei uns parken, ist erfreulich", kommentiert Finanzministerin Maria Fekter. Der Zins signalisiere den Preis für das Risiko -"daher freut es mich, dass Anleger Österreich als risikolos sehen".

Auch für 10-jährige Staatsanleihen zahlt Österreich derzeit die niedrigsten Zinsen aller Zeiten.

 

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