Spuren nach Venedig

Soko Hypo will erste Paukenschläge setzen

29.12.2009

Die Sonderkommission ermittelt seit Tagen in der Causa Hypo Alpe Adria. Auch während der Feiertage wurde durchgearbeitet.

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Eine Sonderkommission (Soko Hypo) soll alle Details des Milliarden-Debakels der Hypo Group Alpe Adria klären. Kurz vor Weihnachten wurde Bernhard Gaber (ein Kärntner Wirtschaftskriminalist) von Ministerin Maria Fekter zum Leiter der Soko bestellt. Die Zentrale des je nach Bedarf zehn- bis 15-köpfigen Experten-Teams ist in der Sicherheitsakademie in Krumpendorf am Wörthersee. Die Ermittlungen und die Gespräche mit der Staatsanwaltschaft laufen auf Hochtouren. Auch während der Feiertage wurde durchgearbeitet. Bereits in den nächsten Tagen könnte es erste spektakuläre Schritte geben, heißt es im Umfeld der Soko. Details werden aus ermittlungstechnischen Gründen nicht bekanntgegeben. Im Raum stehen aber Hausdurchsuchungen.

Einer der spannendsten Aspekte des Hypo-Krimis sind jedenfalls die Leasinggeschäfte der Bank. In diesem Bereich wurden dreistellige Millionen-Beträge im wahrsten Sinn des Wortes versenkt. Denn inzwischen gelten rund 150 von der Hypo finanzierte Jachten schlicht als verschwunden. Was für die Bank nicht ganz billig ist.

Viele Spuren führen bei diesen Geschäften nach Venedig. „In Venedig wurden Billig-Jachten aus Korea mehrmals und immer teurer verkauft und von der Hypo finanziert“, erzählt ein Kriminalist ÖSTERREICH. Ein klassischer Fall von Geldwäsche, heißt es. „Viele Schiffe hatten gar keine Papiere und verließen den Hafen nie.“

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