Griechenland sieht sich als Opfer von Spekulanten

02.02.2010

Griechenland hält die hohen Renditeaufschläge auf seine Staatsanleihen für ungerechtfertigt. "Griechenland steht im Zentrum eines beispiellosen spekulativen Angriffs und das wird unsere Wirtschaft abwürgen", sagte Ministerpräsident Papandreou. Finanzminister Papakonstantinou sieht die Euro-Zone in der Pflicht.

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Papakonstantinou zeigte sich zuversichtlich, dass die EU-Kommission grünes Licht für den Sparplan der Regierung gibt. Bis 2012 soll so das Defizit unter die Maastricht-Grenze von 3 % der Wirtschaftsleistung gedrückt werden, nach 12,7 % 2009. EU-Währungskommissar Almunia hatte den Plan am Montag als ambitioniert, aber machbar bezeichnet. Das hat die Kurse der griechischen Anleihen gestützt.

Der Idee eines gemeinsamen Euro-Bondes stehe er offen gegenüber, sagte Papakonstantinou. "Angesichts der Umstände kann Griechenland aber nicht vorpreschen und die Fahne für Euro-Bonds hochhalten."

Eine gemeinsame Anleihe aller Euro-Länder wäre eine Möglichkeit, Griechenland zu günstigeren Finanzierungsbedingungen zu verhelfen. Eurogruppen-Vorsitzender Juncker hatte diese Option ins Spiel gebracht. Als das Thema Anfang 2009 diskutiert wurde, sprachen sich aber Deutschland, Frankreich und die Niederlande strikt dagegen aus.

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