IHS-Prognose

Heimische Wirtschaft wächst wieder

24.07.2013

Laut Prognose wächst die heimische Wirtschaft stärker als in der Eurozone.

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© dpa/dpaweb/dpa/Kay Nietfeld
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Österreichs Wirtschaft wird in den kommenden fünf Jahren von einer leichten Erholung des Euroraumes profitieren und nach Einschätzung der IHS-Wirtschaftsforscher bis 2017 jährlich im Schnitt um 1,7 Prozent wachsen. Das IHS rechnet in seiner am Mittwoch präsentierten mittelfristigen Konjunkturprognose damit, dass die heimische Wirtschaftsleistung deutlich schneller zulegen kann als jene der Eurozone insgesamt, die durchschnittlich nur um 1,0 Prozent pro Jahr wachsen soll.

Wirtschaftswachstum
Für seine mittelfristige Vorschau übernimmt das IHS die Werte für die kurzfristige Prognose vom Juni für die Jahre 2013 (+0,6 Prozent) und 2014 (+1,8 Prozent). Insgesamt erwartet das IHS, dass das Wachstum in diesem und den nächsten vier Jahren um einen Prozentpunkt kräftiger ausfallen wird als im Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre - von 2008 bis 2012.

   Auch in den anderen Industrieländern werde sich die Konjunktur stabilisieren, wegen des notwendigen Schuldenabbaus werde der Aufschwung aber "vergleichsweise verhalten" ausfallen, erwarten die Wirtschaftsforscher. Für die USA wird bis 2017 mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,5 Prozent gerechnet. Im Euroraum wird hingegen nur ein durchschnittliches Wachstum von 1,0 Prozent erwartet. Deutlich absetzen kann sich auch künftig die Wirtschafts-Großmacht China mit einen durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7,7 Prozent. Bei diesen Berechnungen nimmt das Institut für Höhere Studien einen durchschnittlichen Rohölpreis von 110 US-Dollar je Barrel an, bei einem Euro/Dollar-Wechselkurses von 1,30.

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Die Teuerung wird nach IHS-Einschätzung in den nächsten Jahren moderat bleiben, die durchschnittliche Inflationsrate 2,0 Prozent betragen. Die Arbeitslosenquote soll nach nationaler Definition auf bis zu 7,5 Prozent steigen, die Beschäftigung um durchschnittlich 0,8 Prozent zunehmen. Am Ende des Prognosezeitraums soll die Arbeitslosenquote auf 7,2 Prozent leicht sinken - nach Eurostat-Definition wären das 4,7 Prozent.

   Das deklarierte Ziel der österreichischen Regierung, für das Jahr 2016 einen weitgehend ausgeglichenen Staatshaushalt vorzulegen, hält das IHS für erreichbar - "mit der nötigen Budgetdisziplin und eventuell erforderlichen Nachbesserungen".
 

 

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