Bundesländer-Ranking
Hier sind Wohnungen am teuersten - und hier am billigsten
17.03.2026Durchschnittlicher Angebotspreis stieg um knapp 4 Prozent - Nachfrage legte um 17 Prozent zu
Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Österreich ist im Vorjahr deutlich gestiegen, wobei auch die finanziellen Erwartungen der Verkäufer gestiegen sind, berichtet die Online-Immobilienplattform ImmoScout24 am Dienstag in einer Aussendung. Bei langfristig stabilen Kreditzinsen sei mit einer Trendwende zu rechnen. Regional gibt es bei der Preisentwicklung hohe Unterschiede, geht aus der Erhebung hervor.
Die Preisvorstellungen der Verkäufer von Eigentumswohnungen sind 2025 gestiegen. Demnach verlangten sie für eine Eigentumswohnung im österreichischen Durchschnitt 6.040 Euro pro Quadratmeter. Dies entspricht einem Preisanstieg um knapp 4 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Dessen ungeachtet stieg die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden um 17 Prozent.
Preissprung im Burgenland
Allerdings gab es deutliche Unterschiede bei den Angebotspreisen: In den westlichen Bundesländern war bei einem hohen Preisniveau ein moderater Anstieg zu beobachten. In Tirol - mit 7.043 Euro pro Quadratmeter Österreichs teuerstes Pflaster - und Vorarlberg (6.901 Euro) stiegen die Angebotspreise um jeweils 2 Prozent, in Salzburg (6.342 Euro) um 3 Prozent. Zu den hochpreisigen Regionen zählte in Ostösterreich allerdings auch Wien (6.636 Euro), wo die Anbieter jedoch nur um 1 Prozent mehr verlangten als im Jahr 2024.
Die Steiermark nahm dem Burgenland den Rang als billigstes Bundesland ab: In der grünen Mark blieben die Angebotspreise mit 4.331 Euro pro Quadratmeter nahezu stabil. Im Burgenland stiegen hingegen die Begehrlichkeiten der Verkäufer: Dort kostete ein Quadratmeter im Vorjahr 5.198 Euro - um satte 33 Prozent mehr als im Jahr 2024. In Niederösterreich verlangten Verkäufer mit 4.673 Euro um 3 Prozent mehr als 2024. In Oberösterreich (4.721 Euro) und Kärnten (5.079 Euro) stiegen die Angebotspreise im Jahresvergleich um 5 bzw. 4 Prozent.
Hohe Nachfrage in der Steiermark und Wien
Die Entwicklung der Angebotspreise orientierte sich nicht unbedingt an der Nachfrage. Denn in Wien und der Steiermark verzeichnete das Immobilien-Portal eine um 21 Prozent höhere Nachfrage. Aber auch in Vorarlberg (plus 20 Prozent) und Tirol (plus 18 Prozent) stieg die Zahl der Interessenten. In Niederösterreich und Salzburg gab es um jeweils 12 Prozent mehr Interessenten als ein Jahr zuvor, in Kärnten waren es um 8 Prozent mehr. Die steigenden Angebotspreise dürften im Burgenland das Interesse gedämpft haben: Hier ging die Nachfrage um 8 Prozent zurück, in Oberösterreich um 1 Prozent.
Für die Erhebung wertete ImmoScout24 193.659 Datenpunkte aus den vergangenen zwei Jahren aus, wobei die Median-Werte herangezogen wurden.