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Home-Office vs. Büro: Neue Studie zeigt, wo Österreich wirklich produktiver ist

03.04.2026

Pyjama oder Polohemd – wo arbeitet Österreich effizienter? Eine neue Studie zeigt: Home-Office ist bequem, doch bei Problemen und kreativen Lösungen hat das Büro klar die Nase vorn. Warum das Comeback des Office längst begonnen hat.

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© Immobilienrendite AG/pixabay
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Der Wecker klingelt früh, draußen ist es noch dunkel. Während sich Pendlerinnen und Pendler durch volle Öffis oder den Morgenstau kämpfen, rollen Home-Officer entspannt im Jogginganzug zum Laptop. Doch ist gemütlich auch gleich produktiv? Eine aktuelle Umfrage unter 639 Berufstätigen zeigt: Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen.

Jeder Zweite arbeitet zumindest teilweise von zuhause
Home-Office ist längst im Alltag angekommen. Rund die Hälfte der Beschäftigten in Österreich kann zumindest zeitweise von zuhause arbeiten. Besonders die Jungen setzen auf Flexibilität: Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 60 Prozent. Auch regional gibt es Unterschiede: Oberösterreich und Salzburg sind Spitzenreiter bei der Digitalisierung. Und: Je höher die Ausbildung, desto häufiger wird remote gearbeitet.

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Im Büro wird schneller geholfen
Geht etwas schief, zeigt sich ein klarer Vorteil des Büros: Hilfe ist nur ein paar Schritte entfernt.
57 Prozent der Beschäftigten holen sich Unterstützung direkt bei Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzten – persönlich und sofort. Im Home-Office sieht das anders aus: Hier greifen 76 Prozent zum Telefon oder schreiben Nachrichten. Fast jeder Zweite sucht Hilfe bei Google, und jeder Fünfte sogar bei Künstlicher Intelligenz.

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Distanz killt Zusammenarbeit
Ein spannender Effekt: Je weiter Kolleginnen und Kollegen voneinander entfernt sind, desto seltener tauschen sie sich aus. Selbst im Büro sinkt die Kommunikation drastisch, wenn der Weg länger wird.
Das zeigt: Nähe ist entscheidend – nicht nur für schnelle Lösungen, sondern auch für Teamarbeit. „Wie auch die Integral-Umfrage zeigt, macht es einen Unterschied, wie weit jemand gehen muss. um einen rettenden Engel zu finden, der bei der Problem-lösung hilft.“ So fragen 43 % ihre direkten Sitznachbarinnen und -Nachbarn um Rat (und bekommen ihn). 49 % sind bereit, für Hilfe ein paar Zimmer weiter zu gehen. Aber nur 8 % konsultieren Kollegen bzw. Kolleginnen oder Vorgesetzte, die einige Gehminuten entfernt sitzen“, erklärt Mathias Mühlhofer, Vorstand der Immobilienrendite AG.

Kreativität braucht echte Begegnung
Besonders deutlich wird der Unterschied bei kreativen Aufgaben. Ideen entstehen laut Studie vor allem im direkten Austausch – nicht allein vor dem Bildschirm. Viele Unternehmen reagieren bereits: Große Tech-Konzerne holen ihre Mitarbeitenden zurück ins Büro. Der Grund ist klar – Innovation braucht Begegnung.

Home-Office bleibt – aber das Büro ist zurück
Ganz verdrängen wird das Home-Office das klassische Büro wohl nicht. Zu praktisch sind die Vorteile im Alltag. Doch wenn es um Problemlösung, Teamwork und Kreativität geht, hat das Büro die Nase vorn. Die Folge: Das Office feiert ein überraschend starkes Comeback. „Auch unsere steigenden Anfragen nach Büros zeigen deutlich, dass das Office zu einem kräftigen Comeback ansetzt. So sind unsere Standorte mit leistbaren Einheiten in Wien und Umgebung fast durchgehend ausgebucht. Unsere Mieterinnen und Mieter wissen bereits, dass Gemeinschaft nicht zu schlagen ist, wenn Kreativität und Lösungskompetenz gefragt sind“, sagt Immobilienrendite AG-Vorstand Markus Augenhammer, den die Zahlen nicht überraschen.