Im Winter
Kälte-Hammer macht E-Autos zu schaffen: Darauf muss man jetzt achten
16.01.2026Deutliche Minusgrade belasten Elektroautos: Reichweite, Ladeverhalten und Energieverbrauch leiden im Winter spürbar.
Hohe Kälte beeinflusst moderne Elektroautos erheblich. Temperaturen bis minus 10 Grad Celsius können laut ÖAMTC dazu führen, dass E-Autos rund 30 % ihrer Reichweite verlieren. Fahrer erleben das teilweise überraschend, wie Instagram-Clips zeigen, auf denen liegen gebliebene Fahrzeuge auf verschneiten Straßen zu sehen sind.
Gründe für Reichweitenverlust
Das Problem liegt im Batteriesystem. Lithium-Ionen-Akkus arbeiten optimal bei Zimmertemperatur. Sinkt die Temperatur, verlangsamen sich die chemischen Prozesse im Akku. Dadurch kann die Batterie weniger Energie speichern und abgeben. Zusätzlich benötigen Elektroautos im Winter Strom für Innenraumheizung, Sitz- und Scheibenheizung sowie für die Erwärmung der Batterie selbst. Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren, die Abwärme nutzen, bezieht ein E-Auto diese Energie direkt aus der Batterie.
Ladezeiten verlängern sich
Kalte Batterien akzeptieren Strom langsamer, da sie zunächst auf Betriebstemperatur gebracht werden müssen. Besonders bei Schnelllade-Stationen verlängert das den Ladevorgang.
Neue Technik gegen Kälte
Viele neuere Elektroautos verfügen über Batterie-Thermomanagement und Wärmepumpen. Wärmepumpen nutzen vorhandene Wärmeenergie effizienter, verringern den Strombedarf fürs Heizen und reduzieren den Reichweitenverlust um mehrere Prozentpunkte.
Tipps für Elektroauto-Fahrer
Experten empfehlen:
- Vorwärmen beim Laden, um Batterie zu schonen und Reichweite zu verlängern.
- Garagen- oder überdachtes Parken, um extreme Kälte zu vermeiden.
- Sitzheizungen gezielt einsetzen, da sie effizienter als maximale Innenraumheizung sind.
- Ladeplanung anpassen: lieber öfter laden und größere Puffer einplanen.
- Preconditioning nutzen: Batterie und Innenraum während des Ladevorgangs vorwärmen für einen besseren Start in den Wintertag.
Dann gehts auch durch den Winter.